Irland-Reisetagebuch 05.12.2012

Morgens um vier ging’s zum Flughafen Bremen. Zuerst im Parkhaus den Unfall-Mietwagen auf einem Sixt-Stellplatz abstellen und den Schlüssel in den Nachttresor werfen.

Klick = Zoom

Dann zu KLM, um meinen Trolley einzuchecken, der mit Stativ und einigem anderem Fotokrempel lockere 22 kg auf die Waage brachte. Damit war er aber im Limit von 23 kg, im Gegensatz zu meinem Fotorucksack, der die empfindlichen Teile wie Bodies und Linsen enthielt und es auf 13 kg (1 kg über Limit) brachte. Aber so leichthändig, wie ich den Rucksack am KLM-Desk an einem Finger trug, kam bei KLM niemand auf die Idee, der könnte über 5 kg wiegen.  Bei den wesentlich knapperen Limits von Ryan Air hätte ich dumm aus der Wäsche geschaut.

Es folgte der allseits beliebte Security Check. Folgen Sie mir bitte … Notebook auspacken, Fotokoffer aufmachen. Nun ja, nachdem das Notebook in der Unterdruckkammer nicht explodierte und die DSLR keine Sprengstoffspuren aufwies, durfte ich das Zeugs wieder einpacken. Um fünf saß ich schon im Wartebereich am Gate und hatte noch 50 Minuten bis zum Boarding.

Die kleine Fokker startete pünktlich um 06:20 und setzte fast schon wieder zum Landeanflug auf Amsterdam Schipohl an, kaum dass sie ihre Reiseflughöhe erreicht hatte. Auf Schipohl hieß es dann erst mal richtig laufen, um zum Gate für den Anschlussflug mit Air Lingus nach Cork zu kommen. Schipohl ist so riesig, dass man da schnell mal 20 Minuten eiligen Schrittes unterwegs ist … und das, obwohl Schipohl jede Menge Laufbänder hat.

Der Security Check auf Schipohl war hinsichtlich der Passagiere wesentlich strenger als in Bremen, Gürtel ausziehen, Frauen mussten sogar die Stiefel ausziehen und die Security grabbelte an Dir rum, als wollten sie das Vorspiel starten.

Ein großer Cappuccino verkürzte die Wartezeit bis zum Boarding und der große grün-weiße Vogel, ein  Airbus A320 von Air Lingus, stand auch schon bereit. Start um 09:40 und kurz nach 11 bzw. nach 10 (irische Zeit) tauchte schon die Küste bei Cork auf, blauer Himmel, blaues Meer und grüne Landschaft … das fängt gut an!

Den gebuchten Mietwagen bei Hertz abzuholen, erwies sich hingegen als problematisch bis ärgerlich. Reserviert war ein Golf (natürlich unverbindlich), aber ein Golf war natürlich nicht da. Einen Renault irgendwas Diesel könne er mir anbieten oder einen Audi A1 Benziner. Na toll, ich „liebe“ französische Autos und ehe man mich am Steuer eines Audi sieht … na ja, lassen wir das. Weiteres Stochern nach anderen Autos brachte nix, also her mit der Renault-Büchse. Am Car Rental-Parkplatz angekommen hab‘ ich gleich mein Gepäck reingeworfen. Ehe ich losfuhr, wollte ich doch noch mal schnell um den Wagen rum, um nach Schäden zu sehen. Und siehe da, die Kiste hatte eine riesen Beule auf der Beifahrerseite, na bravo! Also Gepäck wieder raus, zurück zum Hertz-Desk und dem guten Mann klar gemacht, dass ich mit so ’ner verbeulten Dose nicht rumfahre. Auf den Hertz-Stellplätzen hatte ich aber noch einen Ford Focus gesehen, bis auf ein paar kleine Kratzer unbeschädigt und mit Dieselmotor. Den hat er mir nach kurzem Sträuben denn gegeben (warum nicht gleich so?).

Da ich’s nun wegen der Verzögerungen eilig hatte, habe ich bei der Kreditkartenrechnung nicht mehr so genau hingeschaut. Fehler! So hat mir der Gute ungefragt das Wieder-Volltanken des 60 l-Tanks mit 129,50 € in Rechnung gestellt (60 Liter á 2,00 € + 9,50 € fürs Tanken)! Standard bei Hertz ist, dass der Kunde den Wagen vollgetankt wieder zurückgibt, das hatte ich bei Hertz vor der Buchung extra recherchiert. Rückgabe mit nicht vollem Tank sei nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden möglich. Mal angenommen, ich fahre den Wagen bis zur Reserve leer, dann müsste Hertz 50 Liter nachtanken. Macht bei einem derzeitigen Dieselpreis von 1,55 € summa summarum 82,50 €. Wenn das kein lohnendes Geschäft für Hertz ist! Dagegen sind die Ölmultis ja barmherzige Samariter. Beschwerde an Hertz ist aber heute schon raus.

Der Rest des Tages verlief dafür aber bestens. Nach einer doch sehr ungewohnten Fahrt auf dem rechts angeordneten Fahrersitz (man glaubt gar nicht, wieviel Auto links neben einem ist!) kam ich endlich in Clonakilty an und war gleich restlos begeistert von der lebendigen Pearse Street. Bunte Häuser, urige Pubs, Läden aller Art und geschäftiges Treiben und so gut wie kein freier Parkplatz. Und mittendrin in leuchtendem Rot mein gebuchtes O’Donovan’s Hotel.

Fortsetzung folgt














































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