Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

Diese Zeilen Goethes kamen mir gleich in den Sinn, als mir im Jedediah Smith Redwoods State Park diese urtümlichen Redwood-Riesen gierig ihre Arme entgegen zu strecken schienen …

… oder mir knorrige Gestalten scheinbar das Fortkommen verwehren wollten.

So aufregend Goethes Schilderung des dahinjagenden Vaters ist, so langweilig zeigte sich leider das Licht für den Fotografen … grau in grau, keine Lichtstrahlen, keine Schatten, keine Kontraste. Die zartesten Blüten und lauschigsten Bachläufe konnten das nicht wettmachen …

und nachdem sich das Licht auch an zahlreichen View Points und Scenic Drives entlang der Küste nicht besserte, beschloss ich, in Eureka nicht zu übernachten, sondern noch möglichst weit Richtung San Francisco zu kommen. Meine Müdigkeit und die Erkenntnis, dass nach Eureka zig Meilen nix an nennenswerten Siedlungen kommt, ließen mich aber dann doch nach Eureka zurückfahren.
Und nun sitze ich hier im Motel und blogge nachts um 2 durch die Gegend, nachdem ich zwischen 6 pm und 11 pm ein Schläfchen hatte.
Morgen gibt es nochmal „ancient Redwoods“ auf der „Avenue of the giants“ zwischen Scotia und Phillipsville und danach peile ich als nächstes Ziel Fort Bragg oder Mendocino an.

Verwandte Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.