Vorfreude …

… ist bekanntlich die schönste Freude. Und das gilt ganz besonders, wenn man sich auf eine Reise nach Venedig freuen kann.

Gestern entwickelte sich aus einem harmlosen Gespräch über Venedig und den Marathon in Venedig die vage Überlegung, ob sich diese beiden Vorlieben von mir nicht vielleicht in einer Reise zusammenführen ließen.

Schnell wurde die Google-Maschine angeworfen und das Datum des 2013er Marathons herausgefunden, der 27. Oktober. Fein, das passt vorzüglich zu meiner bisherigen Grobplanung, im Zeitraum Oktober/November wieder in die Stadt der Kanäle zu reisen.

Eine Bahnfahrt schied nach meinen letztjährigen schlechten Erfahrungen aus, ein Flug sollte es sein, und zwar ein Direktflug Bremen – Venedig. Schnell wieder gegooglet, nein, weder Lufthansa noch einer der anderen großen Carrier hat Direktflüge ab Bremen im Angebot. Einzig Ryanair bietet Direktflüge an, zwar nicht nach Marco Polo, sondern nach Treviso, aber lieber habe ich in Venedig einen etwas längeren Transfer Airport-Hotel, als dass ich hier zu einem weiter entfernten Flughafen wie Hannover oder Hamburg reisen muss.

Meine noch vor kurzem gegenüber Ryanair vorhandene Skepsis hat sich nach einem Ryanair-Flug nach Pisa im April eh in Luft aufgelöst. Mit dem für 10 € gebuchten Platz mit großem Beinraum inkl. Priority Boarding war das sowohl von der Abwicklung als von der Durchführung her ein sehr entspannter Flug. Stop, mit einer Ausnahme! Der Buchungsvorgang auf der Ryanair-Seite ist nach wie vor total nervend. Man muss schon höllisch aufpassen, dass einem mit dem Flug keine Reiseversicherung oder ein Mobilfunkvertrag oder Reisegepäck oder sonstwas untergejubelt wird.

Aber nach dem vierten Anlauf war es mir schließlich doch gelungen, alle versteckten Optionskästchen aufzufinden und entsprechend anzukreuzen. Mit Priority Boarding, einem Sitzplatz mit großem Beinraum, Kreditkartengebühren und Transfers Treviso-Venedig haben die beiden Flüge insgesamt 141,76 € gekostet.

Ich habe auch kein Gepäckstück (Koffer) für 15 € dazugebucht, sondern werde mich mit einem Handgepäckstück von max. 10 kg begnügen. Extra für Ryanair-Flüge habe ich mir ja einen Cabin Max-Rucksack gekauft, der die maximalen Maße von Ryanair einhält und am Check In-Schalter auch gleich erkannt wird. So muss ich nach der Landung nicht zum Gepäckband und in Venedig läuft es sich mit einem Rucksack wesentlich entspannter als mit den Klack-Klack-Klack-Koffern.

Da ich diesmal auch Sport fotografiere, muss ich doch wenigstens eine der großen DSLRs und entsprechende Objektive mitnehmen, was die 10 kg-Geschichte nicht gerade einfacher macht. Da muss ich denn doch schon zum beliebten Jackentrick greifen. Eine Jacke ist ja bei Ryanair erlaubt und es ist auch egal, was in den Jackentaschen ist. Ich kaufe sicher keine der sog. Ryanair-Jacken, die nur aus Taschen bestehen und bei Vollbeladung bestimmt an die 20 kg wiegen. Aber auch meine normale Jacke mit vier Taschen kann – wie ich gestern getestet habe – schon 4 kg an Fotoausrüstung aufnehmen.

Diesmal bleibe ich eine ganze Woche, wobei auch die mit meinen Vorplanungen bereits ausgefüllt ist. Das Hotel ist schon gebucht, es ist ein kleines Hotel mit nur 10 Zimmern (mir sehr sympathisch) in guter Lage am Canale di San Marco mit guter Bewertung, das Hotel Cà Del Dose.

 

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