Raschel, raschel

Komisches Topic, nicht wahr? Kurz die Erklärung: Die Damen wollten mich heute mittels mitgenommener ADAC-Straßenkarten von ihren Navigationskünsten überzeugen und beweisen, dass sie meiner Elfriede (so habe ich mein Navi benamst) doch haushoch überlegen sind.

Ziel war, die von Elfriede als schnellste Strecke festgelegte Route so abzuwandeln, dass der Weg am Ufer des Lago Maggiore entlangführen sollte. Also gut, ich Elfriede ruhig gestellt und fortan den Navigationsanweisungen der Damen gefolgt. In kurzen Abständen wechselte der halbe Quadratmeter Papier vom Beifahrersitz auf die Rückbank und umgekehrt *raschel, raschel*. Blick in die Karte … Diskussion zwischen Beifahrersitz und Rückbank … Fahrtanweisung an mich.

Schon nach wenigen Minuten Fahrt ohne Elfriede wurde der Austausch der Karte zwischen Beifahrersitz und Rückbank hektischer *raschel, raschel* und es entwickelte sich eine Diskussion zwischen den Navigatorinnen, an deren Ende die Anweisung an mich stand, zu drehen, weil die letzte Fahrtanweisung wohl nicht so ganz richtig gewesen sei.

O.k., Landeklappen raus, runterbremsen, drehen und auf die mir neu gewiesene Route umschwenken. Ich hab‘ mich ja schon insgeheim gefragt, ob die doch recht stark ansteigende, kurvige Straße wirklich die richtige Strecke zum tiefer liegenden Lago Maggiore ist. Offenbar war ich mit diesen Bedenken nicht alleine im Auto, denn nach ein paar Minuten mit erhöhter *raschel, raschel*-Frequenz und eifriger Diskussion zwischen Beifahrersitz und Rückbank gab es die finale Anweisung, auch die neue Route hier und jetzt abzubrechen, da sie unmöglich richtig sein könne.

Im allseitigen Einverständnis habe ich also Elfriede aufgeweckt und ihr wieder die Navigation übertragen, die sie ohne Beanstandung am Ufer des Lago Maggiore vor unserem Hotel beendete.

Aus der Diskussion zwischen Heidi und Ulrike habe ich aber eine Menge neuer Erkenntnisse gewinnen können und ich weiß nun auch, warum die *raschel, raschel*-Navigation gescheitert ist. Es waren die unzureichenden Angaben in der ADAC-Karte und/oder die schlechte Straßenbeschilderung der italienischen Verantwortlichen 😉 .

Ich hörte auch, dass das Vernavigieren doch letztlich gut gewesen sei, weil die Strecke am Seeufer entlang ganz bestimmt voller Staus bzw. sehr zeitraubend gewesen wäre.

Alles klar? 😉

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2 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang,habe mich köstlich amüsiert! Mehr davon bitte!
    Viele Grüße aus dem schwülen Rheinland. Uschi

    P.S.: wann gibt’s denn mal Bilder von dir und der raschelnden Begleitung ?

  2. Wenn man schön relaxed ist, sind solche Episödchen in der Tat amüsant. Wenn ich mir aber den gestressten Papi im vollgepackten Familienauto in dieser Situation vorstelle …

    P.S.
    Personenaufnahmen nur wenn nötig 😉

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