Heute klappt’s aber endlich …

… mit mir und London. So dachte ich, als um 07:30 zum Frühstück ging und einen Blick nach draußen warf. Wow, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein! Also schnell frühstücken und dann los. Um 08:30 stand ich am Pick up Point in der Sonne und wartete auf den Bus, der nach einer Weile kam.

Als ich einstieg, überschüttete mich der Fahrer gleich mit einem Redeschwall, dem ich entnahm, dass es in London zum Verkehrskollaps gekommen sei. Neben den zahlreichen Baustellen hätten mehrere Unfälle an neuralgischen Stellen fast zum Erliegen des Autoverkehrs geführt. Er könne überhaupt nicht sagen, wann er wo ankommen würde, falls er überhaupt irgendwo ankommen würde.

Ich hatte ausreichend gute Laune, um das erst mal gelassen hinzunehmen und kletterte gleich nach oben aufs offene Deck und fläzte mich in die Sonne. Ich war der einzige Passagier im Bus und wurde vom Fahrer laufend per Durchsage darüber informiert, wo er NICHT hinkomme.

Das ging eine ganze Weile so. Mal musste der Bus in engen Kurven, die außerhalb der normalen Strecke liegen, ein Dutzend Mal vor- und zurücksetzen, mal mussten Passanten Baustellenabsperrungen umsetzen, weil der Bus trotz aller Fahrkünste des Fahrers einfach nicht vorbeikam. Mit den Fahrern entgegenkommender Rundfahrtbusse fand im Stau oder an Ampeln stets ein reger Informationsaustausch über die aktuell besten Schleichwege statt.

Es half aber alles nichts, nach 1 1/2 Stunden Kriechfahrt im Stau waren wir plötzlich wieder am Ausgangspunkt. Der Hydepark und die südliche Umgebung wurden mehrfach umkreist, aber es ging einfach nicht ostwärts, wo meine Ziele Picadilly Circus und Tower lagen.

Nun wurde es mir aber doch zu bunt und ich beschloss, dem Busfahrer Bye bye zu sagen, sobald er am nächsten Stop ankommt. Am Victoria & Albert Museum war es dann soweit und das wollte ich ja sowieso besuchen. Der Eintritt ist frei und ein Besuch lohnt sich nicht nur deshalb.

to be continued

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