London, Tag 2

Hyde Park, Lancaster Gate

Im Kampf Infekt vs. Antibiotikum ergeben sich mittlerweile Punktvorteile für den Herausforderer; das Fieber scheint weg zu sein und es geht mir etwas besser. Bis 17:00 habe ich noch das Bett gehütet und mich dann zu Fuß zur Pressestelle im Hydepark aufgemacht, um dort den Pressepass abzuholen.

Kaum war ich im Hydepark, zeigte das Londoner Wetter, dass man sich auf Wettervorhersagen (für die ganze Woche trockenes Wetter) nicht verlassen kann. Kurz vor sechs fing es an zu regnen (so ein schöner gleichmäßiger Landregen) 

Raindrops keep fallin‘ on my hea

und hörte die nächsten Stunden auch nicht mehr auf.

Weiter ging es durch den Hyde Park zur Hyde Park Corner. Hier erschien mir die Chance am größten, eins der schwarzen Londoner Taxis zu erwischen, um zur Eröffnungsfeier am Trafalgar Sqare zu kommen. Doch das erwies sich als aussichtsloses Unterfangen. In der nächsten Viertelstunde rauschte Taxi an Taxi an mir vorbei, aber alle besetzt. Na ja, Regen und Berufsverkehr. Dann fiel mein Blick auf ein Hilton Hotel und vor großen Hotels gibt es ja schon mal wartende Taxis. Also nix wie hin und BINGO … 

Trainingsrunden im Hyde Park

ein Dutzend freier Taxen warteten vor dem Eingang. 

Die Eröffnungsfeier am Trafalgar Sqare hätte ich mir aber sparen können. Der Moderator witzelte ein wenig mit den Teilnehmern der verschiedenen Nationen herum, pries die großartigen britischen Brownlee-Brüder und machte wieder eine Pause. Die wurde mit einer schlechten Beatles Tribute-Band gefüllt, die unbeirrt vom fehlenden Applaus einen Song nach dem anderen runterleierte. 

Hyde Park, Queen Elisabeth Gate

Nachdem in der nächsten Pause zwei Offizielle (vermutlich Politiker) in einschläferndem Ton ihre Reden verlasen, trat ich die Flucht an. An einem der Imbissstände nahm ich die erste feste Nahrung dieses Tages zu mir, Fish ’n‘ Chips. Das lief unter dem Motto „Der Hunger treibt’s rein“. 

Die Taxisuche verlief diesmal noch zäher als vorhin. Nach einer halben Stunde gelang es mir schließlich, ein freies „Black Cab“ rauszuwinken und nach einer Viertelstunde war ich endlich wieder im Hotel. So wirklich wieder auf dem Damm bin ich wohl noch nicht, denn ich fiel schnell in einen tiefen Schlaf. Kann nur besser werden.

Für heute um 12 habe ich mich mit meinem Bekannten Christian Siedlitzki, der für Österreich startet, im Tirol-Zelt verabredet. Ein paar offizielle Fotos, ein Imbiss … mal schauen.


Massen von kanadischen Teilnehmern
Vereinzelte deutsche Fähnchen
Trafalgar Sqare – es regnet
Trafalgar Sqare – es regnet immer noch

Big Ben lugt durchs Zeltgestänge

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