Schlemmertag

Der Regengott machte heute Pause und so schlurften wir bei Temperaturen um 18 Grad zur Schiffsanlegestelle Moltkebrücke gegenüber dem Hauptbahnhof. Ein ziemlich langer Dampfer für geschätzt 200 bis 300 Leute lag schon bereit, startete um 10 Uhr aber nur mit unserem Vierergrüppchen und einem Pärchen zur einstündigen „Stadtkernfahrt“.

Neben Kanzleramt, Reichstag und vielen weiteren Highlights rechts und links der Spree führte die Fahrt auch an der Ständigen Vertretung vorbei und beim Anblick der Gaffel-Schirme bekam ich gleich wieder Durst.

Doch standen kölsche Leckereien heute nicht auf dem Programm. Zur Galeries Lafayette in der Friedrichstraße wollten wir,  doch zuvor warfen wir noch einen Blick auf den Hauptbahnhof.

Die Galeries Lafayette bot zwar architektonische Genüsse, kulinarisch war der Bistro-Charakter aber heute nicht das,  was wir uns vorstellten,  und so fiel unsere Wahl auf einen schicken Italiener gleich gegenüber,  das Bocca di Bacco.

Dort stellte ich mir ein kleines Menü aus Kürbiscremesuppe mit Zitronen-Saiblingen, Ravioli gefüllt mit Maronen an Thymianbutter, flambiertes Pfefferfilet vom Rind und Parfait von Cantuccini mit Vin Santo-Sauce zusammen. Begleitet wurde dieses Menü von einem Fläschchen Barbera d’Asti Superior.

Tja, was soll ich sagen, das war eine sehr weit oben anzusiedelnde Spitzenleistung. Feines Ambiente, toller Service und Speisen und Getränke vom Feinsten. Heraus stachen das exorbitant gute Rinderfilet mit einer Fleischqualität,  wie man sie nur selten findet, das frische italienische Landbrot (hell und dunkel) mit einem dazu gereichten wunderbaren Olivenöl sowie Oliven und last but not least der fantastische Espresso. Auch von meinen Tischnachbarn waren nur begeisterte Kommentare zu vernehmen.

Nach diesem kulinarischen Höhenflug ging es kurz zum Verschnaufen ins Hotel.  Zum abendlichen Teil unseres Schlemmertages fuhren wir ins ehemalige Ostberlin.  Unser Kontrastprogramm bestand aus einem Besuch bei Curry-Fritze. Im Netz hatte ich öfters gelesen, Curry-Fritze würde gewisse andere Currywurst-Bratereien mit Kultstatus (Tourischuppen) locker in die Tasche stecken. Mangels direktem Vergleich kann ich dazu nichts sagen, aber eins weiß ich … die Currywurst war so lecker, dass ich noch ’ne zweite gegessen habe.

Nach einem kleinen Fußmarsch zur Oberbaumbrücke machte ich noch ein paar Fotos
von der illuminierten Brücke. Nächster Haltepunkt sollte eigentlich die amerikanische Botschaft am Brandenburger Tor sein. Nachdem wir uns im Schneckentempo durch den riesigen Stau gequält hatten und dort auf Sechserreihen Fotografen und Stativwälder schauten,  haben wir das Ganze für heute abgeblasen.

 

 

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