Nachricht von Sam?

The Temple Bar im Bezirk Temple Bar

Nein, nicht von Sam, sondern von Wolfgang. Der lebt noch und ist nach einigen Irrungen und Wirrungen auf der Fahrt durch Irland heute wieder (verfrüht) in Dublin angekommen.

Mit dem Mietwagen gleich ins Parkhaus in der Fleet Street und dann mal im Fleet Street Hotel vorbeischauen, ob sie nicht vielleicht schon mein Kämmerchen für die nächsten drei Tage ausgefegt haben und ich bereits morgens um 11 einziehen kann. Sorry, leider nicht, check in-time um 14:00 Uhr. Na gut, geh ich noch mal für kleine Königstiger und mache anschließend meinen ersten Walk.

Komm‘ ich zurück von der Toilet, flötet das nette Mädel an der Rezeption „Sir, I’ve found a room for you.“ Na bitte, geht doch. Schnell rüber ins Parkhaus, Gepäck aus dem Auto geholt und eingecheckt. Natürlich habe ich mich artig mit einem Tip für diese kindness bedankt.

The Fleet Street Hotel, Dublin, Irland

The Fleet Street Hotel

 

Ein Hotel mit Charme und Seele und das Zimmer gefällt mir auch. Auf zu einem ersten kleinen Rundgang durchs Umfeld. Weit bin ich nicht gekommen; bin gleich im nur 50 m entfernten Hard Rock Cafe hängengeblieben. Coole Mukke, Remember-Ambiente mit Jimi Hendrix, Elvis Presley & Kollegen und der S.O.B. Burger für 16,95 € war mengenmäßig ’ne echte Aufgabe und zudem richtig lecker. Zwei Guinness dazu und die Welt war wieder in Ordnung.

Danach dachte ich, geh‘ doch mal das Bett im Hotel mit einem kleinen Verdauungsnickerchen testen; willst doch heute Abend noch eine Erkundungstour durch die irische Publandschaft machen. Gesagt, getan, geschnarcht … auf geht’s ins abendliche Dublin.

Straßenszene im Bezirk Temple Bar, Dublin, Irland

Vergnügungsviertel Temple Bar

 

Oops dachte ich, erst 20:00 Uhr und hier steppt schon der Bär. Jede Menge Mädels, aufgebrezelt bis zum geht nicht mehr, leicht bekleidet und nicht mehr des geraden Ganges mächtig, die männlichen Pendants nicht minder wankend … ui, wie sieht das hier wohl in zwei, drei Stunden aus?

O.k., machste erst mal einen kleinen Spaziergang am Liffey und den Brücken über selbigen lang und schaust anschließend mal, ob du einen Schuppen mit Live Music und einem annnehmbaren Maß an Promillesammlern findest.

Um neune war mein Rundgang beendet und ich habe mir ein etwas abseits gelegenes Pub gesucht, um eine Kleinigkeit zu essen, einen Humpen Guinness zu leeren und irischer Live Music zu horchen. Die vermeintliche Live Music, die draußen aus dem Lautsprecher tönte, konnte ich drinnen nicht ausmachen, und als der Kellner mich mit den Worten begrüßte „Kitchen is closed.“, war mein Besuch schneller beendet als gedacht.

The Temple Bar im Bezirk Temple Bar

The Temple Bar im Bezirk Temple Bar

 

Auf dem Rückweg zum Hotel konnte ich dann beobachten, dass die Jungs und Mädels in und vor den Pubs in Temple Bar wohl noch ein Schüppchen nachgelegt hatten … uiuiui, da war keiner unter 2 Promille dabei. Der Schärfste war der Typ im Leopardenanzug, der mit’m Bierglas in der Hand in der offenen Kutsche lag und irische Volkslieder grölte.

Kurz vorm Hotel noch ein Halt im Kiosk, drei Döschen Beamish, Genuine Draught Irish Stout, eingepackt und nebenan im Temple Take Out haltgemacht. Einer der „ich hab eigentlich schon mehr als genug-Jungs“ verwickelte mich gleich in ein Gespräch nach dem berühmten „where do you come from“-Muster und schon bald wusste ich, dass Margrets (die Imbissbetreiberin) Currysauce die beste der Welt ist und er ’nen deutschen Arzt hat. Fish ’n Chips hab‘ ich trotzdem ohne die Currysauce mitgenommen.

Margret vom Temple Take Out

Margret vom Temple Take Out

 

Gast im Temple Take Out, Dublin, Irland

Der mit dem deutschen Arzt

 

 

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