Mobiles Internet auf Reisen – die Lösung

Huawei E586Es

Ist es dir egal, wenn du im Ausland viel Geld für wenig Leistung an deinen deutschen Mobilfunkanbieter zahlst?
Ist es dir egal, wenn nicht nur die NSA alles mitlesen kann, was du im Ausland in dein Smartphone oder Notebook tippst?

Wenn Du beide Fragen mit JA beantwortet hast, brauchst du nicht weiterlesen. Wenn du aber mindestens einmal mit NEIN geantwortet hast, könnte sich das Weiterlesen für dich lohnen.

Die Lösung? Na ja, zumindest für mich ist es die Lösung eines Problems, mit dem ich mich schon lange herumschlage, nämlich auf meinen Reisen zu vernünftigen Preisen online sein zu können. Und nicht nur, um den Wetterbericht oder ein paar Mails abrufen zu können, sondern wie gewohnt arbeiten zu können, sprich recherchieren, meine Social Media-Kanäle bespielen, Onlinebanking, Blogposts veröffentlichen, Fotos hochladen, Hotels oder Flüge buchen, Tickets online kaufen, mit Google Maps navigieren und was sonst noch alles anfällt.

Öffentliche WLANs, in Hotels, Airports, Bahnhöfen, Restaurants etc., ob mit oder ohne Passwortschutz, mögen dem ein oder anderen vielleicht als Lösung erscheinen. Für mich sind das nur gefährliche Notbehelfe, auf die ich mich nicht verlassen will. Ich will weder Opfer von Identitätsklau werden noch mag ich meine Aktivitäten im öffentlichen WLAN vor beliebigen Dritten ausbreiten. Wer sich dieser Risiken nicht bewusst ist, möge einmal im Blog von WLAN Unterwegs.de oder bei der Zeitschrift c’t nachlesen.

In meinem Smartphone nutze ich bei Reisen in Europa bereits seit mehr als einem Jahr eine italienische Mobilfunkkarte von Vodafone, die sogenannte Europa SIM-Karte. Im außereuropäischen Ausland und europäischen Ländern, die nicht von der Europa SIM-Karte abgedeckt sind, kaufe ich einheimische Mobilfunkkarten.

Der Wechsel der Mobilfunkkarte im Ausland bringt aber auch einige Unbequemlichkeiten mit sich. Z.B. ist man  nicht mehr unter der heimischen Rufnummer erreichbar.  Nimmt man zusätzlich zum Smartphone ein Tablet oder Notebook ohne Mobilfunkmodul mit, ist man auf die Tethering-Funktion des Smartphones angewiesen, wenn man damit online gehen will. Tethering ist aber bei vielen Anbietern nicht oder nur gegen Aufpreis möglich, so z.B. auch bei der Europa SIM-Karte, die Tethering in den meisten Fällen nicht ermöglicht.

Da mein MacBook Air aber bei allen Reisen dabei ist, habe ich letztes Jahr auf Abhilfe gesonnen und bin nach einigen Recherchen auf die Seite WLAN-Unterwegs.de gestoßen, auf der es im Gegensatz zu den üblichen Nur-Verkaufs-Seiten auch technisches Know-how gibt. Nachdem der Seitenbetreiber mir noch einige Fragen telefonisch beantwortet hatte, habe ich folgende Hardware bestellt:

Huawei E586Es

MiFi-Router Huawei E586Es

 

Huawei E586Es im Größenvergleich mit Samsung Galaxy S3

Huawei E586Es im Größenvergleich mit Samsung Galaxy S3

 

Von der Fläche her nur eine Winzigkeit größer als eine Kreditkarte, nur 1,5 cm dick und mit 90 g ein Leichtgewicht; der Huawei ist ein Gerät, das problemlos in die Hosentasche passt. Bei WLAN Unterwegs.de kostet der Huawei E586Es 99,00 €.

Für den 1.500mAh-Akku des Huawei wird eine typische Akkulaufzeit von 4-8 Stunden angegeben. Nach meinen Erfahrungen sollte man immer die kürzere Laufzeit zugrundelegen und 4 Stunden sind auf Reisen zu wenig, da ich dort meist wesentlich länger ohne Stromversorgung unterwegs bin. Also hieß es, bei der Energieversorgung aufzurüsten.

Stromversorgung Huawei E586Es

Stromversorgung für Huawei E586Es

 

Von links nach rechts:

  1. Steckerladegerät, in dem sowohl Normalakkus und Powerakkus als auch mittels USB-Kabel der Akku im Huawei geladen werden können (17,00 €)
  2. Ersatz-Normalakku mit 1.500mAh Kapazität (8,00 €)
  3. Powerakku mit 3.600mAh Kapazität und passendem Rückdeckel (35,00 €)
  4. USB-Kabel zum Laden am Steckerladegerät, an anderen Steckerladegeräten oder an USB-Geräteanschlüssen (im Lieferumfang)

Für schwierige Empfangsverhältnisse habe ich noch eine externe Antenne bestellt (33,00 €).

Externe Antenne zum MiFi-Router

Externe Antenne zum MiFi-Router

 

Höhe der Antenne: 40 cm, Kabellänge: 2 m, Gewicht: 50 g, stabiler Magnetfuß mit Drehgelenk. Die Antenne ist dazu gedacht, in Gebieten mit schwächerem UMTS-Empfang, das Hin- und Herschalten zwischen GPRS/EDGE (2G) und UMTS (3G) zu verhindern und so den Empfang sowie die Downloadraten zu stabilisieren.

Da meine Europa SIM-Karte fürs Smartphone eine Micro SIM-Karte ist, der Huawei aber nach einer normalgroßen SIM-Karte verlangt, habe ich bei europasim.com eine zweite Europa SIM-Karte bestellt (39,00 €, inkl. 5 € Startguthaben). Auf wackelige Adapterlösungen wollte ich mich nicht einlassen.

Die Europa SIM-Karte in der Kurzvorstellung:

  • Gültig in Italien und 47 anderen europäischen Ländern (Albanien, Andorra, Azoren, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Faroe Inseln, Finnland, Frankreich, Französisch-Guayana, Fürstentum Monaco, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Guadaloupe, Guernsey, Irland, Island, Jersey, Kanaren, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madeira, Malta, Man Insel, Martinique, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Reunion, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slovenien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern)
  • Ein Tagespaket kostet außerhalb Italiens 3 € (wird nur abgebucht, wenn tatsächlich benutzt) und beinhaltet 500 MB Datenvolumen, 50 SMS und 50 Minuten Telefonie in der EU-Zone. Ab 500 MB wird die Geschwindigkeit auf 32 kb/s gedrosselt (es entstehen keine Mehrkosten). VoIP wird unterstützt. Alle Konditionen gibt es hier.
  • In Italien kostet das Tagespaket mit 500 MB 2 €, beinhaltet aber keine freien SMS und Telefonate. Ab 500 MB kosten 50 MB 2 € (in 100 KB Einheiten). Alle Konditionen für Italien gibt es hier.

Der Praxistest

Nun aber zu den praktischen Erfahrungen, die ich in den letzten beiden Monaten auf Reisen durch Irland, Dänemark und Italien gesammelt habe.

Huawei E586Es

Huawei E586Es und Ladegeräte beim abendlichen Aufladen im Hotel

 

Die Ersteinrichtung des Routers über ein Web-Interface ging mittels der guten Anleitung schnell und problemlos über die Bühne. Man muss wegen der unterschiedlichen Tarife der Europa SIM-Karte für Italien und die anderen europäischen Länder zwei unterschiedliche Profile einrichten, die man bei Nutzung in dem entsprechenden Land einstellt.

Hinsichtlich des Empfangs gab es ebenso wenig bzw. ebenso viel Probleme, wie man es von seinem Smartphone kennt. In Städten ist der Empfang besser und man hat in der Regel hohe Geschwindigkeiten bis hin zu HSDPA+ (21 MBit/s). In ländlichen, insbesondere unbesiedelten Gebieten muss man dagegen mit langsamen Geschwindigkeiten bis hin zu völlig fehlendem Empfang rechnen. Es kommt halt darauf an, wie in einem Land das Mobilfunknetz ausgebaut ist. Mit dem Vodafone-Netz bzw. den Netzen der Roamingpartner war ich soweit zufrieden. Insbesondere in schwach besiedelten Gebieten in Irland mit schlechter Mobilfunkversorgung hatte ich den Eindruck, dass die externe Antenne für einen stabileren Empfang sorgte. Das galt besonders für den Empfang im Auto, wenn die Antenne mit dem Magnetfuß auf dem Dach angebracht war.

Externe Antenne für Huawei E586Es

Externe Antenne für Huawei E586Es

 

Externe Antenne für Huawei E586Es

Externe Antenne für Huawei E586Es

 

Bis zu fünf Geräte können sich in den Huawei einloggen. Falls man anderen Nutzern Zugang zum WLAN des Routers gewährt, sollte man unbedingt darauf achten, dass alle Mitnutzer in ihren Smartphones die Aktualisierung für die Apps auf „nur manuell“ umstellen. Das gilt natürlich auch für das eigene Smartphone. Die gängige Einstellung „nur im WLAN“ reicht nicht, da die Smartphones ja im WLAN des Huawei sind und somit die Apps automatisch aktualisiert würden. Mir ist es einmal passiert, dass ein Mitnutzer die automatische Aktualisierung im WLAN nicht ausgeschaltet hatte und das tägliche Datenvolumen von 500 MB durch zahlreiche Aktualisierungen dahinschmolz wie Butter in der Sonne.

Mit der Standzeit der Akkus war ich ebenfalls zufrieden. Bei schwierigen Empfangsverhältnissen bzw. vielen Nutzern im WLAN und längerer Abwesenheit einer Auflademöglichkeit habe ich den Powerakku eingesetzt und der hielt dann auch unter den schlechten Bedingungen acht Stunden durch. Der Normalakku hielt unter normalen Bedingungen tatsächlich die angegebenen vier bis fünf Stunden durch.

Huawei gibt die Reichweite des WLAN bei Akkubetrieb mit bis zu 20 m und bei Betrieb am Ladegerät mit bis zu 100 m an. Vielleicht lassen sich diese Reichweiten unter optimalen Bedingungen wirklich erreichen. In den meisten Fällen hatten meine Mitnutzer keine Probleme mit der WLAN-Stärke. Wenn man draußen in der Gruppe zusammen war oder im Restaurant saß, war der Empfang okay. Ganz anders sah es aber aus, wenn sich feste Wände zwischen dem Router und einem Gerät befanden. Ich habe testweise den Huawei am Ladegerät angeschlossen und in meinem Hotelzimmer gelassen. Dann bin ich mit meinem Smartphone in den Gang vor meinem Zimmer gegangen und habe die Empfangsanzeige für das WLAN auf meinem Smartphone beobachtet. Bei geschlossener Zimmertür ging die Empfangsstärke bereits nach fünf, sechs Metern auf 0 zurück. Wer also mit dem Huawei seine im Hotel verteilten Bekannten oder Familienmitglieder versorgen will, sollte das schnell wieder vergessen. Sicher lässt sich die Reichweite mit dem mittlerweile erhältlichen Huawei Repeater verbessern, aber welche Reichweite sich damit ergibt, kann ich nicht sagen.

Im Display des Huawei lassen sich viele Daten ablesen, z.B. Empfangsstärke, Geschwindigkeit, Akkuladung, SMS-Eingang und ganz wichtig, das verbrauchte Datenvolumen. Alle technischen Daten des Huawei kann man hier nachlesen.

Display des Huawei E586Es

Display des Huawei E586Es

 

Das Aufladen der Vodafone-Prepaidkarte lässt sich online schnell und einfach erledigen. Ganz einfach geht es mit dem Service von Europasim.com, bei dem man die Aufladung per Kreditkarte, Paypal oder Bankeinzug bezahlen kann (je Aufladung fällt eine Servicegebühr von  3,90 € an). Wer des Italienischen kundig ist, kann die Aufladung auch über die vodafone.it-Seite machen.

Für meinen USA-Aufenthalt im März/April werde ich mir noch eine Prepaidkarte für die USA besorgen und dann testen, wie sich der Router dort schlägt.

Wie geht ihr denn im Ausland online? Vielleicht gibt es gute Alternativen, die ich noch nicht kenne. Über entsprechende Kommentare würde ich mich freuen.

Mein Erfahrungsbericht wurde von europasim.com (SIM-Karte) und WLAN Unterwegs.de (Hardware) unterstützt. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

 

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23 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen Text und die ausführliche Information.
    Wir verlieren leider immer sehr viel Zeit mit der Suche nach optimalem Internet unterwegs. Daher finde ich das hier genial!
    3 Euro am Tag finde ich zwar ziemlich teuer – wir reisen immer sehr lang – aber gerade für Kurztrips klasse, weil es viel Zeit spart!

    liebe Grüße

    Gabi

  2. Als Sonderangebot geht es nicht gerade durch, da hast du schon recht, Gabi. 90 € auf den ganzen Monat hochgerechnet erscheinen erst mal viel. Andererseits ist die Tagesrate von 3 € doch eher vernachlässigbar, wenn man mal den Preis für ein Glas Wein oder Bier dagegen hält.

    Für mich ist die Flexibilität, mit einer SIM-Karte fast 50 europäische Länder abgedeckt und ein vernünftiges Datenvolumen von 500 MB/tägl. zu haben, die 3 € allemal wert. Damit kann man als Reiseblogger/Fotograf doch vernünftig arbeiten.

    Beste Grüße, Wolfgang

    • Es kommt halt drauf an, wo man das Bier trinkt… Im guten alten China hätte ich für 3 Euro beispielsweise etwa 5 Flaschen Bier bekommen. 🙂

      Ich habe noch eine kleine Verständnisfrage: Du schreibst, dass die Netzwerkbetreiber teilweise die Funktion Tethering blockieren. (Ich habe noch nie gehört, dass das geht, aber das ist ein anderes Thema.) Wenn dies der Fall ist und eine SIM-Karte nicht mit meinem Tethering zusammenarbeitet, wieso sollte sie dies den bei deinem Huawei-Gerät tun? Im Endeffekt macht das Gerät doch genau das gleiche, oder?

      • Okay, in China funktioniert aber auch die Europa SIM nicht ;-).

        Ob die Provider das technisch blockieren können, weiß ich nicht. Aber noch vor einigen Jahren wurde Tethering in vielen Tarifbestimmungen ausgeschlossen. Das hat sich erst mit der Verbreitung insbesondere der Tablets gelegt.

        Bei der Europa SIM ist es auch nicht technisch ausgeschlossen, aber um doppelte Abbuchungen der Tagesrate durch Tethering und normale Onlinenutzung zu vermeiden, müssen die sog. APN entsprechend konfiguriert werden und das ist bei vielen Smartphones nicht möglich. Ich zitiere mal aus den FAQ:

        Tethering mit Smartphone und MiFi ist möglich, aber nur wenn der APN korrekt manuell konfiguriert ist.
 Eine falsche Einstellung kann Mehrkosten verursachen! Achtung: Ab Android 4.1 ist eine korrekte Tethering APN Einstellung nur mit Root Zugriff möglich!
 Standard IOS erlaubt das Editieren vom Tethering APN nicht!
        Falls Ihr Gerät das Editieren des Tethering APN nicht ermöglicht, bitte benutzen Sie einen MiFi Router oder einen UMTS Stick!

        Viele Smartphones richten bei Tethering automatisch ZWEI APNs ein. Einen für Online und einen für Tethering.
        Bitte stellen Sie sicher, dass beide APNs identisch sind, BEVOR Sie online gehen. Wenn dies nicht beachtet wird, wird der doppelte Tarif abgebucht, da über zwei verschiede APN eine Verbindung zu Stande kommt.

        Beste Grüße, Wolfgang

    • Okay, vielen Dank für die Ausführungen. Mir war diese Problematik gar nie bewusst. Das würde aber in dem Fall heissen, dass die Funktion schon funktioniert, dass man aber einfach mehr zahlen muss. Eigentlich eine Sauerei!

      • Wie gesagt weist der Anbieter auf seiner Website mehrfach auf diesen Umstand hin. Letztlich sind die Betriebssysteme der Smartphones schuld, die eben eine entsprechende Konfiguration der APN verhindern.

        Beste Grüße, Wolfgang

  3. Pingback: Blogschau: März 2014 | Weltreiseforum: Die Informationsquelle für Individualreisende

  4. Auch ich möchte Deine oben aufgezeigte Lösung realisieren.
    MiFi-Router Huawei E586Es mit Europa SIM Karte als Hotspot für Smartphone, Notebook und Tablet.
    Nicht ganz klar ist mir die Verfahrensweise, wenn ich ein Tagespaket abgerufen habe, für die
    Nutzung der enthaltenen 50 Minuten Telefonie.
    Muss ich dann die Europa SIM Karte aus dem Router in mein Handy umstecken oder gibt es eine andere Lösung?

    • Hallo Hartmut,

      sorry für die späte Antwort; ich war in den USA unterwegs und hatte wenig Zeit.

      Da ich absoluter Wenigtelefonierer bin, kann ich nicht viel dazu sagen.

      Das Umstecken der Karte vom Router ins Telefon dürfte in den wenigsten Fällen funktionieren, da der Huawei wie auch alle anderen mir bekannten Router nach einer großen SIM-Karte verlangt, die Telefone neueren Datums aber Micro- oder Nano-Sim-Karten erfordern. Eine Notlösung wäre, eine fürs Telefon passende SIM-Karte zu kaufen und die mit einem Adapter im Router zu betreiben. Ich könnte mir abervorstellen, dass das dauernde Umstecken aber nicht förderlich ist.

      Ansonsten ist es zulässig, mittels VoIP zu telefonieren.

      Beste Grüße, Wolfgang

  5. Da muss ich ein paar Punkte gegenhalten: zum einen bin ich als O2 Kunde nicht eingeschränkt, was das Tethering angeht und da zahle ich im EU-Ausland nur 1,99 € pro Tag. Habe dafür zwar auch nur 25 MB highspeed-volumen, aber Datenintensive Dienste wie google Maps meide ich ohnehin im Urlaub. Gerade was Navi angeht, will ich mich im Ausland keinesfalls auf Software verlassen, die vom Mobilfunknetz abhängt. Da gibt es auch (zumindest für Android) richtig gute kostenlose offline-lösungen wie z.B. OSMAnd. Außerdem bleibe ich unter meiner ursprünglichen Nummer erreichbar.
    Auch für das Nicht-Europäische Ausland hat die hier beschriebene Lösung ihre Tücken: z.B. bekommt man in Japan als Tourist keine japanische SIM-Karte und roaming-Gebühren sind horrend. Da bleiben einem nur noch öffentliche WLANs oder Verzicht.

    • Hallo Reinhard,

      mit meiner t-mobile-Karte kann ich auch tethern; meine Ausführungen bezogen sich auf ausländische Karten. Das Tethern reduziert aber arg die Laufzeit des Telefonakkus und die deutsche Karte ist auch keine Alternative für User, die mehr als ein paar MB täglich benötigen.

      Mit den 25 MB von O 2 könnte ich ebenso wenig anfangen, wie mit den Volumina der deutschen Mitbewerber. Ich habe gerade in den USA bei sparsamer Nutzung in 19 Tagen 2 GB verbraucht, das sind mehr als 100 MB täglich. Auf all die Dinge zu verzichten, die mir das Leben erleichtern bzw. die ich für meine Tätigkeit als Blogger und Fotograf benötige, ist für mich keine Alternative.

      Im außereuropäischen Ausland kann es allerdings wirklich Probleme mit MiFi-Routern geben, wie z.B. das von dir beschriebene in Japan oder in den USA, wo du im Router nur eine 2 G-Verbindung bekommst.

      Beste Grüße, Wolfgang

  6. Ende Juni 2014:
    Habe in den USA bei Best Buy ein Angebot von T-Mobile für 99 US-D + Steuer gefunden:
    4G-Mobiler Hotspot von ZTE mit Anschluss für bis zu fünf Geräte inkl. sim mit Datenpaket mit 5GB, das sowohl in New York als auch in Südwest-Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien größtenteils gut funktionierte (Die Netzabdeckung ist dort wohl unabhängig vom Anbieter naturgemäß lückenhaft, aber für mich ausreichend). Der Akku des Hotspots war leider oft schon nach 1 1/2 Stunden verbraucht, das Datenpaket nach vierzehn Tagen hingegen noch nicht, aber Akkus lassen sich ja auch im Auto aufladen.
    Nach Angaben des Best-Buy-Verkäufers ist der Hotspot ohne Simlock, allerdings erst nach einer gewissen Nutzungszeit in den USA auch anderswo auf der Welt einsetzbar, was ich noch nicht getestet habe.

  7. ich möchte in diesem Zusammenhang auf beachSIM.com hinweisen. Auch da gibt es eine SIM Card für ganz Europa

  8. Mit der spanischen SIM Karte von Orange kann man in der gesamten EU (und Island, Liechtenstein und Norwegen) für nur 1 €uro am Tag (inklusive 100 MB) das mobile Internet nutzen. Eine einmalige, kostenlose Aktivierung des Roamingtarifes ist erforderlich. Die Karte lässt sich bequem mittels Kreditkarte aufladen. Meines Wissens nach handelt es sich hier um das beste Prepaid Angebot für die mobile Internetnutzung innerhalb der EU.

  9. Das mit dem öffentlichen Wlan in Restaurants, etc. war mir gar nicht klar :/ Danke für die Tipps. Bei meinem nächsten Urlaub auf der Seiser Alm Kastelruth wird das zwar nicht nötig sein, aber demnächst überlege ich mir 2mal, wo ich das Wlan nutze und wo ich es lieber sein lasse 🙂

  10. Ich persönlich verwende, wenn ich verschiedene Länder in Europa besuche die spanische SIM Karte von ORANGE mit der Tarifoption „GO EUROPE“. Dieser Tarif ermöglicht ein EU weites Roaming (Achtung: der Tarif gilt NICHT in der Schweiz und Spanien) für 1 €uro/ 100 MB. Braucht man mehr Volumen, ist dies auch kein Problem, dann zahlt man eben für ein weiteres 100 MB Paket und hat immer ungedrosselte Internetgeschwindigkeit. Auch hier zahlt man nur, wenn man das Datenpaket auch tatsächlich nutzt. Desweiteren bietet die ORANGE SIM Karte beim Tarif „GO EUROPE“ auch 60 Minuten Telefonate für nur 1 €uro. Die Abrechnung erfolgt mit der (jeweils) ersten Nutzung und geht bis Mitternacht. Danach würde ein nicht genutztes Kontingent verfallen. Die Netzabdeckung ist auch ausserhalb Spaniens optimal, da man im Prinzip die freie Wahl in den Mobilfunknetzen hat.
    In Spanien verwende ich, wenn ich dort unterwegs bin eine SIM Karte von JAZZTEL (Jazzcard móvil). Diese ermöglicht die Nutzung des mobilen Internets für nur 15 €uro bei 3 GB.

  11. Hallo Wolfgang,

    ich bin per Zufall auf deinen wunderbaren Bericht gestoßen, der sehr hilfreich ist. 🙂

    Trotzdem blicke ich es noch nicht. Kenn mich in dem Bereich ‚Internet im Ausland‘ einfach gar nicht aus. Ich bin bereits am Surfen im Netz, finde aber keine so rechte Antworten. Darf ich deshalb nochmal was Blödes fragen? Vielleicht kannst du mir einen Tipp geben. 🙂 Ich möchte im nächsten Jahr mit dem Wohnwagen in Österreich herumreisen und benötige Internet für meinen Blog.

    Reicht es, wenn ich für meinen Laptop einfach nur diese Bspw. Österreich Prepaid Sim-Karte von beachsim.com (http://www.beachsim.com/produkt/oesterreich-3-gb/) + UMTS Stick kaufe? Welcher Unterschied gibt es zwischen UMTS-Stick und dem Huwai WLAN Hotspot.

    Vielen Dank! 🙂
    Herzliche Grüße
    Conny

    • Hallo Conny,

      schön, dass mein Post im Ansatz hilfreich war.

      Zumindest in der EU hat sich das Problem der Roamingkosten ja mittlerweile entschärft, da viele Provider EU-Zusatztarife anbieten, mit denen man gegen einen geringen Aufpreis seine im heimatlichen Tarif enthaltenen Leistungen ohne Aufpreis auch im EU-Ausland (und weiteren Ländern) nutzen kann. Da ich ständig im EU-Ausland unterwegs bin, habe ich bei meinem Provider, der Telekom, die All Inklusiv-Option für 5 €/monatl. gebucht, so dass ich meine Flatrate ohne Kosten auch im EU-Ausland nutzen kann. Die Roamingkosten werden ja im übrigen bald ganz entfallen: http://europa.eu/youreurope/citizens/travel/money-charges/mobile-roaming-costs/index_de.htm .

      Also solltest du erst mal checken, welche Zusatzoptionen dein Provider für das EU-Ausland anbietet. Das wird in der Regel preiswerter sein, als fürs Notebook einen Stick oder einen Mifi-Router wie den Huawei + SIM-Karte zu kaufen. Mit dem Notebook kannst du ja dann über die Hotspot-Funktion deines Smartphones online gehen.

      Wenn noch Fragen offen sind, nur her damit.

      Beste Grüße, Wolfgang

  12. Hallo,
    vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die tollen Tipps.
    Ich suche eine Lösung für das Arbeiten im Auto/Zug, benötige Zugriff auf Internet – innerhalb Deutschland und Tschechien.

    • Als deutscher Vertragskunde kann man ja mittlerweile Auslandsoptionen dazu buchen und kann sein Vertragsvolumen auch in der EU, zu der auch Tschechien gehört, mitnutzen.

    • die Auslandstarife der deutschen Mobilfunkanbieter sind nicht wirklich günstig, zB. für 2,99 € (Vodafone für 50 MB Daten und 50 Minuten pro Tag in die EU Länder telefonieren, wenn ich das richtig im Kopf habe). Günstiger geht es nach, wie vor mit der spanischen ORANGE MUNDO SIM Karte (Voraussetzung ist, dass man einmalig die Option „GO Europe“ aktiviert). Hier surft man dann für 1 €uro am Tag – 100 MB in der gesamten EU und Liechtenstein, Norwegen und Island. Braucht man mehr, als 100 MB, wird automatisch eine weitere Einheit zu 1,– €uro (weitere 100 MB) berechnet. Das Ganze ist beliebig im Rahmen des Prepaidguthabens machbar. Einziger „Wehrmutstropfen“ ist, dass um Mitternacht der Zähler wieder auf Null gesetzt wird und eventuell noch nicht genutzte MB verfallen. Ich selbst nutze diese Karte, um Internet im Auto (für die Naviapp) zu haben und meine eMails abzurufen, wenn ich in Frankreich und Deutschland unterwegs bin,

      • Oh je, mit der Orange Mundo Sim wäre ich aber dann bald ein armer Mann. Wäre ich einen Monat in Europa unterwegs und wollte die 4 GB, die ich in meinem Telekom-Vertrag habe, über Orange Mundo kaufen, wäre ich ja mehr als 40 Euro los. Und Telefonate und SMS kämen noch hinzu. Ne, danke, das kostet mich mit der All Inklusive-Option bei der Telekom nur 5 Euro monatlich.

        Selbst der typische 3-Wochen-Urlauber zahlt als Telekom-Vertragskunde nur 14,95 Euro, wenn er die Option nur für einen Monat hinzubucht, während er bei Orange Mundo mindestens 21 Euro zahlen müsste.

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