Death Valley – zwischen 2 und 28 Grad im März

USA, Kalifornien, Death Valley

Nach dem ersten Pannentag führte unsere Reise weiter ins Death Valley. Wie schon letztes Jahr hatte ich wieder Zimmer im Stovepipe Wells Village reserviert. Eigentlich sollte es diesmal die Furnace Creek Ranch gewesen sein, aber die war wieder mal komplett ausgebucht. Aber das Stovepipe Wells Village ist völlig o.k., wenn es um eine Übernachtung mitten im Death Valley geht. Das Zimmer ist in Ordnung, die Restaurants ebenso und der Preis war mit 132 $ fürs Death Valley geradezu ein Schnäppchen.

Vom Hotel sind es nur ca. 2 km bis zu einer der Attraktionen des Death Valley, den Mesquite Sand Dunes. Eine Reihe von großen Dünen mit feinstem weißen Sand, die dem Besucher besonders beim Streiflicht eines Sonnenuntergangs ihre aufregenden Formen präsentieren.

USA, Kalifornien, Death Valley, Mesquite Sand Dunes

USA, Kalifornien, Death Valley, Mesquite Sand Dunes

 

Das Wandern in den Dünen wurde an diesem Tag mit einem heftigen Sandsturm gewürzt, der die Haut mit Tausenden feinster Sandkörnchen malträtierte und die Sicht vernebelte.

USA, Kalifornien, Death Valley, Mesquite Sand Dunes

USA, Kalifornien, Death Valley, Mesquite Sand Dunes

 

USA, Kalifornien, Death Valley, Mesquite Sand Dunes

USA, Kalifornien, Death Valley, Mesquite Sand Dunes

 

Zuvor hatten wir schon eine kleine Rundfahrt gemacht und die Schönheiten des Tals erkundet. Dieses Farben- und Formenspiel ist immer wieder aufs Neue beeindruckend. Einer der besten Aussichtspunkte ist der Zabriskie Point und selbst im besuchsarmen März trifft man dort bereits auf Menschenmassen.

USA, Kalifornien, Death Valley, Zabriskie Point

USA, Kalifornien, Death Valley, Zabriskie Point

 

Das Death Valley ist für seine krassen Höchsttemperaturen von über 50 Grad im Sommer bekannt. Aber auch zu anderen Jahreszeiten erlebt man die besonderen klimatischen Verhältnisse hautnah. Während wir auf Meereshöhe in den Dünen schon 28 Grad hatten, bibberten wir am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang am Dantes View in gut 1.600 m Höhe bei 2 Grad vor uns hin.

Schon um 04:30 hatten wir uns vom Hotel aufgemacht, um pünktlich zum Sonnenaufgang am Dantes View zu sein. Für die 80 km muss man mit ca. 01:15 h Fahrzeit rechnen und dann muss man vom Parkplatz aus noch einige hundert Meter über teils steile Geröllwege laufen, um verschiedene Punkte mit den besten Aussichten ins Tal zu erreichen. Da oben ist es um diese Zeit noch stockfinster; deshalb unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen! Auf den Geröllwegen gibt es keinerlei Sicherungen und rechts und links des Weges geht es steil nach unten. Ich hatte die Taschenlampe im Hotel vergessen, aber mit der Assistenzlicht-App unserer Handys konnten wir es wagen.

Aber das frühe Aufstehen und das Frieren hat sich gelohnt. Wenn sich die eindrucksvolle Kulisse von Bergriesen und weitem Tal bei Sonnenaufgang langsam aus dem Dunkel schält, macht das ganz doll Gänsehaut!

USA, Kalifornien, Death Valley, Sonnenaufgang am Dantes View

USA, Kalifornien, Death Valley, Sonnenaufgang am Dantes View

 

Nach einem guten Frühstück haben wir die nächsten Meilen unter die Räder genommen und uns an unser neues Ziel, den Yosemite National Park, herangearbeitet. Nach 550 km erreichten wir Fresno, die Stadt ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten; so jedenfalls das Ergebnis unserer Kurzrecherche. Nachdem wir erfolglos versucht hatten, mittels Yelp einen guten Mexikaner ausfindig zu machen (entweder waren die geschlossen oder sahen alles andere als vertrauenserweckend aus), griffen wir auf Plan B zurück und kehrten in ein Steakhaus in Downtown ein.

War nicht gerade der Burner, aber satt geworden sind wir. Das Highlight war aber, dass nach meinem Check In mit Foursquare ein Special aufpoppte. 10 % Rabatt spülten immerhin 4 $ in die Reisekasse 😉 . Solche Foursquare-Gimmicks scheinen in den USA schon verbreiteter als bei uns zu sein.

Foursquare Special

Foursquare Special

 

 

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6 Kommentare

  1. Hey Wolfgang,
    die Fotos im Sandsturm sind toll geworden! Kenne solche „Sandstrahlungen“ aus Südspanien. Was ich mich da frage: Schützt du deine Kamera bei solchen Bedingungen irgendwie und wenn WIE?
    LG Claudi

    • Hi Claudi, danke für das positive Feedback.

      Solche Bedingungen sind wirklich nicht ohne. Besonders geschützt habe ich meine Kameras nicht. Ich hatte diesmal Gehäuse und Objektive aus der Profiklasse mit, die über speziellen Schutz gegen solche Umweltbedingungen verfügen (Abdichtungen, widerstandsfähige Vergütungen). Wenn man weiß, dass solche Härtetests fürs Material anstehen, kann man sich mit einem dieser Tauchbeutel von Ewa Marine oder anderen Herstellern helfen. Aber ob man den auf Reisen immer dabei hat?

      Beste Grüße, Wolfgang

  2. Hallo Wolfgang,

    die Bilder sind echt super! So gute Bilder haben wir bei unserer Reise letztes Jahr leider nicht aus dem Valley mitgebracht. Wir konnten auch nicht lange bleiben, denn von 2-28 °C waren wir im August weit entfernt. Wir hatten überlegt zu zelten, daraus wurde aber aufgrund der 48 °C tagsüber und immernoch 40°C nachts leider nichts…. Wer also im Sommer im Valley übernachten möchte, sollte sich unbedingt vorher ein Zimmer reservieren!

    LG
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      danke für deinen Kommentar.

      Im Sommer sollte man die Gefahren durch die teils extremen Temperaturen nicht unterschätzen. Immer wieder gibt es durch Hitze bedingte Todesfälle. In der Zeit im Valley zu zelten, käme mir nicht in den Sinn.

      Ich fand eine Reise durchs Valley Anfang Januar am schönsten. Teilweise ein wenig Schnee und ganz wenig Touristen.

      Beste Grüße, Wolfgang

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