San Francisco vom Feinsten!

Baker Beach, Golden Gate Bridge, San Francisco, Kalifornien, USA

In den letzten Monaten erlebte Kalifornien die schlimmste Dürreperiode der letzten 100 Jahre. Im Januar rief Gouverneur Jerry Brown den Notstand aus und forderte die Bürger auf, zahlreiche Wassersparmaßnahmen umzusetzen. Nachdem schon an unserem Ankunftstag in San Francisco die Regenwasserbilanz kräftig aufgebessert worden war, hätte der Gouverneur am nächsten Tag Jubelgesänge anstimmen müssen; es regnete nämlich fast den ganzen Tag.

Die kurzen Regenpausen nutzten wir, um den ein oder anderen Point Of Interest anzufahren und das Beste draus zu machen. Meist klappte das auch, nur am Coit Tower auf dem Telegraph Hill hat uns der starke Regen nach kürzester Zeit wieder ins Auto getrieben.

Haight-Ashbury, der Stadtteil, dessen Name sich aus der Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street ableitet, war das erste Tagesziel. Hier lag in den 60er Jahren die Wiege der  Hippiebewegung und viele bekannte Musiker der damaligen Zeit wie z.B. Janis Joplin waren dort zuhause. Der alternative Charakter von Haight-Ashbury ist zum Teil auch heute noch zu spüren.

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

Haight-Ashbury, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Im Historic Alamo Square District wussten die Painted Ladies, eine Reihe von wunderschön restaurierten viktorianischen Wohnhäusern vor der Kulisse von San Francisco Downtown, aber auch bei grauem Wetter zu überzeugen. Dieses Postkartenmotiv sollte man sich nicht entgehen lassen (TIPP!).

Painted Ladies, Alamo Square, Kalifornien, USA

Painted Ladies, Alamo Square, Kalifornien, USA

 

Am Embarcadero, der am Port of San Francisco entlanglaufenden Straße, war unser nächster Stop. Im Ferry Building lockte der Ferry Plaza Farmers Market mit Delikatessen, die das Herz eines jeden Gourmets höher schlagen lassen (TIPP!). Geht man hier an den Auslagen der Geschäfte entlang, versteht man überhaupt nicht, warum die USA oftmals im Ruf stehen, kulinarisch eher minderbemittelt zu sein.

Ferry Plaza Farmers Market, San Francisco, Kalifornien, USA

Ferry Plaza Farmers Market, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Ferry Plaza Farmers Market, San Francisco, Kalifornien, USA

Ferry Plaza Farmers Market, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Ein kurzer Rundgang durch Chinatown wurde von einer Regenpause begünstigt und endete nach ein wenig Souvenir-Shopping im chinesischen Restaurant „The Pot Sticker“ (150 Waverly Place). Ich muss mich der Empfehlung aus der Süddeutschen Zeitung anschließen, hier bekommt man zu angemessenen Preisen große Portionen schmackhafter chinesischer Speisen, obwohl das Restaurant mitten in der Touristenzone liegt (TIPP!).

Restaurant The Pot Sticker, Chinatown, San Francisco, Kalifornien, USA

Restaurant The Pot Sticker, Chinatown, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Nach der von Regengüssen begleiteten Fahrt auf den Telegraph Hill mit einer doch arg eingeschränkten Aussicht beendeten wir den Tag mit einem Besuch in der Taqueria Cancún (2288 Mission Street). Eine typische mexikanische Cantina, einfache Einrichtung mit Holzbänken und Tischen, laut, geschäftig, aber leckeres Essen zu äußerst günstigen Preisen (Hauptgerichte um die sechs bis acht $).

Taqueria Cancun, San Francisco, Kalifornien, USA

Taqueria Cancun, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Am nächsten Tag konnte ich meinen Geburtstag feiern und der Wettergott hatte ein Einsehen und schenkte uns einen fantastischen Tag mit blauem Himmel, vereinzelten weißen Wölkchen und strahlendem Sonnenschein.

Also zunächst mal auf zum Baker Beach, einem Strand zu Füßen der Golden Gate Bridge. Zu Recht gilt diese Location als einer der Spots, von denen die Golden Gate sich von ihrer schönsten Seite zeigt (TIPP!)

Baker Beach, Golden Gate Bridge, San Francisco, Kalifornien, USA

Baker Beach, Golden Gate Bridge, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Nächster Halt: Palace of Fine Arts. Das hat ein wenig von Kitsch, aber ein kleiner Rundgang um den kleinen See bei schönem Wetter ist eine willkommene Abwechslung. Das an römische oder griechische Tempelanlagen erinnernde Gebäudeensemble wurde ursprünglich 1915 für die Panama-Pacific International Exposition errichtet. Es blieb danach als eines der wenigen Gebäude stehen und sollte dem natürlichen Verfall anheimfallen. Die Bewohner von San Francisco wollten sich damit nicht abfinden und so wurden die Gebäude mit privaten Geldern saniert und sogar später einmal wieder neu errichtet.

Palace of fine arts, San Francisco, Kalifornien, USA

Palace of fine arts, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Blauer Himmel und Sonne, was liegt da näher, als eine der TOP-Attraktionen San Franciscos zu besuchen, Fishermans Wharf, das Hafenviertel im Nordosten der Stadt. Maritimes Flair mit Meer, Möwen und Booten genießen und mittags wurde das ausgefallene Frühstück in einem der berühmtesten Restaurants der Gegend, dem No9 Fisherman’s Grotto, nachgeholt. Frutti di Mare mit sehr guten Linguine in einer klasse Tomatensauce, ein Prosecco und ein Fläschchen Sauvignon Blanc an einem Tisch mit fantastischer Aussicht auf den Hafen und die Golden Gate; Mann oh Mann, das war eines Geburtstages würdig.

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Für musikalische Unterhaltung sorgen meist professionelle Straßenmusiker und oft findet sich ein Passant, der dazu ein paar coole Moves aufs Parkett legt.

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

Fishermans Wharf, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Anschließend stand eine Fahrt mit der Cable Car auf der Tagesordnung. Los gehen sollte es am Cable Car Turnaround Powell Street/Market Street. An dieser Endstation werden die historischen Wagen von Hand auf einer Drehscheibe in die andere Fahrtrichtung gedreht, was regelmäßig von vielen Touristen verfolgt wird. Da immer nur ca. 25 Fahrgäste in den Waggon gelassen werden, gibt es entsprechend lange Wartezeiten. Als wir dort auf eine Fahrt warteten, kam hinzu, dass es wieder einmal zu technischen Problemen mit einem der Waggons bzw. dem unterirdischen Antriebsseil kam. Nach einer rund halbstündigen Wartezeit konnten wir aber ein- bzw. aufsteigen und ich erwischte einen der begehrten Stehplätze auf dem Trittbrett des Waggons. Leider währte das Vergnügen nur kurz, weil der Waggon nach ca. 1 km Fahrtstrecke streikte und die Fahrgäste gebeten wurden, die Fahrt in einem bereitstehenden Bus fortzusetzen.

Cable Car, San Francisco, Kalifornien, USA

Cable Car, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Cable Car, San Francisco, Kalifornien, USA

Cable Car, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Der bisher schönste Tag der Reise sollte mit einem feinen Geburtstagsessen gekrönt werden und dafür hatte ich einen Tisch im Restaurant One Market reserviert. Die Kochkünste des Chefs Mark Dommen werden seit Jahren von den Restaurantkritikern gelobt und das Haus fährt ständig Awards ein. Dennoch bin ich immer zunächst kritisch bei so viel Vorschusslorbeeren.

Restaurant One Market, San Francisco, Kalifornien, USA

Restaurant One Market, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Amuse Gueule im Restaurant One Market, San Francisco, Kalifornien, USA

Amuse Gueule im Restaurant One Market, San Francisco, Kalifornien, USA

 

Wie sich aber erwies, war Vorsicht in diesem Falle völlig unbegründet. Wir durften Sterneküche auf hohem Niveau gepaart mit einem Service ohne Fehl und Tadel genießen. Auch das Ambiente war für amerikanische Verhältnisse erstklassig. Jessi geleitete uns perfekt mit informativen Ansprachen und seinem unaufdringlichen, aber stets aufmerksamen Service durch das sechsgängige Chef-Menü mit Weinbegleitung. Es ist viele Jahre her, dass ich solch ein herausragendes Esserlebnis erleben durfte! Die Speisen sprühten vor Ideenreichtum und verzauberten uns mit Geschmacksexplosionen und die ausgesuchten Weine harmonierten mit den einzelnen Gängen perfekt. Ein wirklicher TOP-TIPP!

 

Verwandte Artikel:

2 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang,
    ich war noch nie in San Fransisco. Viele Freunde sagen mir, es wäre die schönste Stadt der Welt. Das sagte bis zu unserer Australienreise auch mein Mann. Seitdem ist für ihn Sydney die schönste Stadt. Was mich direkt auch an Sydney erinnert hat ist dein Foto von den restaurierten viktorianischen Wohnhäusern vor der Kulisse von San Francisco. Ich liebe diesen Kontrast. Hm, ich glaube, San Fransisco wäre wohl doch einen Besuch wert!
    Herzlichst
    Sabine

  2. Hey Wolfgang,
    tolle Eindrücke lieferst du von San Francisco. Leider war ich noch nie an der Westküste der USA – aber es steht definitiv auf meiner Bucket List. Ich bin ein riesengroßer Fan von Janis Joplin und Haight-Ashbury möchte ich unbedingt mal sehen. Von den Painted Ladies habe ich auch schon so viel gelesen.
    Danke für die vielen tollen Tipps für San Francisco!
    GLG Anita

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.