Hoteltest: Das Prizeotel Hamburg-City

Prizeotel Hamburg-City

Kürzlich flatterte mir eine Einladung zu einem Presseabend von Visit USA in Hamburg auf den Tisch. Fein, das lässt sich gut mit einer Einladung der Prizeotel Gruppe zu einem Test des neuen Hauses in Hamburg verbinden, dachte ich mir. Gesagt, getan, und schnell war der Termin für eine Übernachtung am 30.09.2014 gefixt.

Nachdem mich schon das Prizeotel Bremen beeindruckt hatte, war ich gespannt, ob das ebenso preisgünstige (ab 59 Euro), erst vor drei Monaten eröffnete Haus in Hamburg da noch was drauflegen kann.

Anreise/Lage

Das Prizeotel liegt in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes (1,2 km) und ist von dort in einer Viertelstunde zu Fuß erreichbar. Wer will, kann den Fußweg auf knapp 400 m verkürzen und drei Stationen mit dem Bus einschieben.

Auch mit dem Auto ist das Prizeotel gut erreichbar. Seinen Gästen bietet das Haus einen umzäunten, videogesicherten Parkplatz direkt am Hotel an (15 Euro/24 h). Vermutlich lassen sich in der Nachbarschaft auf öffentlichen Straßen aber auch Parkplätze finden.

Ich bevorzuge allerdings immer gesicherte Hotelparkplätze, weil das einfach komfortabler und sicherer ist. Das Thema Sicherheit wird im Prizeotel wirklich ernst genommen. Abends kurz vor 10 kontrollierte ein Mitarbeiter den Hotelparkplatz, zunächst über die Videokameras, anschließend noch persönlich mit der Taschenlampe in der Hand. In jedes Auto wurde hineingeleuchtet, um zu schauen, ob die Türen verriegelt sind und keine Wertgegenstände offen herumliegen.

Das Umfeld des Prizeotel Hamburg ist unspektakulär; auf der Rückseite Bahnanlagen und auch sonst gibt es wenig Einladendes in der unmittelbaren Nachbarschaft. Auch die tolle Lage des Bremer Hauses mit direkter Anbindung an Messe, Bahnhof und die Innenstadt kann das Prizeotel Hamburg nicht bieten. Aber das liegt auch daran, dass Hamburgs Zentrum viel weitläufiger ist.

Check In

Direkt vom Parkplatz an die Rezeption und schon war ich von gut gelaunten Mitarbeitern umgeben. Jedenfalls vermittelten sie mir mit ihrem Lächeln diesen Eindruck.

Angelina - freundlicher Empfang im Prizeotel Hamburg-City

Angelina – freundlicher Empfang im Prizeotel Hamburg-City

Die freundliche Angelina wickelte ruckzuck den Check In ab und versorgte mich mit allen wichtigen Infos und einer kostenlosen Flasche Mineralwasser. Nach Freischalten des Aufzugs mit meiner Zimmerzugangskarte setzte der sich in Bewegung und brachte mich auf den vierten Stock.

Das Zimmer

Wie auch das Bremer Haus wurde das Prizeotel Hamburg-City komplett vom Stardesigner Karim Rashid designt und das erkennt man auch sofort. Die Formen- und Farbensprache hat einen hohen Wiedererkennungswert; runde Formen wohin das Auge blickt und die fetzigen, knalligen Farben wirken geradezu belebend.

Das Zimmer wird von einem großen Doppelbett (1,80 m x 2,00 m) mit getrennten Matratzen dominiert. Nach einer Nacht in diesem Bett kann ich einen guten Schlafkomfort attestieren. Die Matratze war nicht zu hart und nicht zu weich und die innere und äußere Geräuschdämmung im Hotel hervorragend.

Die Beleuchtung ist sehr angenehm und variabel. Neben einer großen Lichtleiste über dem Bett gibt es noch zwei flexible Spots zum Lesen und eine Nachttischlampe sowie als Highlight eine Multifunktionslampe auf dem Schreibtisch. Diese leuchtet nicht nur in in verschiedenen Lichtfarben (von warm = Pause bis kühl = Arbeit), sondern beinhaltet auch ein Radio und lässt sich mittels Bluetooth mit dem eigenen Handy koppeln. Auf dem Handy verfügbare Songs lassen sich anschließend in respektabler Lautstärke über den Lautsprecher der Lampe wiedergeben.

Neben dem Bett gibt es ein offenes Regal mit einer kleinen Kleiderstange und zwei Ablagebrettern. Für Reisende mit Schrankkoffern ist das allerdings recht knapp bemessen. Für das Hamburger Haus hat man sich aber wieder etwas Neues einfallen lassen: Das Bettgestell wurde so gestaltet, dass sich darunter platzsparend zwei Koffer unterbringen lassen.

Der Schreibtisch neben dem Fenster reicht fürs Arbeiten mit dem Laptop und bietet auch gut zugängliche Steckdosen. Last but not least soll das gegenüber dem Bett angebrachte 32’’ Flatscreen-TV erwähnt werden, das von Mr. Rashid ebenfalls designmäßig aufgepimpt wurde.

Bad/WC

Die Größe ist ausreichend und durch die Klarglastür und eine Klarglasscheibe in der Duschkabine ergibt sich ein lichter Eindruck im Bad. Die Duschkabine mit normaler Tiefe, aber einer Breite von ca. 1,50 m macht das Duschen zum Vergnügen, auch weil über die sogenannte Regenwalddusche schnell und konstant das heiße Wasser auf einen niederprasselt. Anschließend stehen dem Gast kuschelige, dicke Handtücher zur Verfügung.

Ein Handwaschbecken, ein Hänge-WC, Schmink-/Rasierspiegel und ausreichend Ablagemöglichkeiten komplettieren die Einrichtung. Ein leistungsstarker Haartrockner ist ebenfalls an Bord.

Der Bereich vor dem Waschbecken ist mit einer regulierbaren Fußbodenheizung ausgestattet, was das Wohlbefinden nochmals steigert.

Zimmer und Bad waren übrigens blitzsauber!

Technik

Klimaanlagen in Hotels erweisen sich manchmal als sehr behäbig; ehe das Zimmer auf die gewünschte Temperatur runtergekühlt ist, vergehen schon mal Stunden. Nicht so im Hamburger Prizeotel. Nach ca. 30 Minuten war das Zimmer von geschätzt 24 Grad auf 19 Grad runtergekühlt, und zwar ohne Zugluft und übermäßige Lautstärke der Ventilation.

Gegenüber der 24h-Rezeption befinden sich drei sogenannte Work & Surf-Boxen. Dort finden die Gäste je ein MacBook Air mit angeschlossenem Drucker zur kostenfreien Nutzung. Daneben steht auch im ganzen Haus kostenfreies High-Speed-WLAN zur Verfügung. Das ist State of the Art.

In der Lobby gibt es ein Großbild-TV und weitere TV, was von den Gästen gerne genutzt wird, wie ich während meines Aufenthaltes feststellen konnte (zeitgleich wurden verschiedene Fußballspiele übertragen).

Food & Bar

Die 24h-Rezeption sorgt auch dafür, dass die Gäste durchgehend mit Getränken versorgt werden. An der Bar gibt es aber nicht nur Flaschenware, sondern auch zwei verschiedene Biere vom Fass. Hochwertige Cocktails und warme Snacks sind ebenfalls im Angebot und das ist meines Wissens eine Neuerung.

An der Bar hatte ich Gelegenheit, mich darüber mit Barmanager Tim Biebighäuser-Becker zu unterhalten. Bis vor kurzem war der noch im Barbereich eines Schweizer Spitzenhotels in St. Moritz tätig, ließ sich aber von diesem schönen Fleckchen Erde weg nach Hamburg locken, weil man ihm die reizvolle Aufgabe anbot, den Food & Bar-Bereich innerhalb der Prizeotel Gruppe auszubauen. Angesichts der geplanten Expansion der Prizeotel Gruppe scheint das ein Job mit Zukunft zu sein.

Barmanager Tim Biebighäuser-Becker

Barmanager Tim Biebighäuser-Becker

Ich konnte zusehen, wie der neu auf der Karte eingeführte Hamburger zubereitet wird. Jeder Hamburger wird von A bis Z frisch zubereitet. Frischer Salat wird portioniert, Gurke, Tomate und Zwiebel geschnitten, Bacon gebraten und das Fleisch mit Käse überbacken. Der Gast hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Saucen. Dazu wird ein Schälchen mit Nachos und einer Sauce gereicht.

Beim Brot hat man sich gegen die üblichen Burger-Brötchen entschieden und stattdessen ein rustikaleres, festeres Brötchen gewählt. Die tiefgekühlten Burger-Patties seien erst nach mehreren Tests ausgewählt worden und bei den jetzt verwendeten handele es sich um solche mit einer hohen Fleischqualität.

Letzteres glaube ich nach der Verkostung eines der neuen Burger gerne. Nachdem mir schon bei dem für einen anderen Gast zubereiteten Burger das herrliche Aroma das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ, konnte ich mich abends nicht mehr zurückhalten und habe mir auch ein Exemplar bestellt. Das war wirklich einer der leckersten Burger, den ich in den letzten Jahren gegessen habe! Unbedingt probieren!

Köstlicher Hamburger im Prizeotel Hamburg-City

Köstlicher Hamburger im Prizeotel Hamburg-City

Fazit

Bis auf das etwas öde Umfeld kann ich keinen Kritikpunkt vorbringen. Offenbar ruht man sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern arbeitet kontinuierlich an weiteren Verbesserungen des Konzepts, wie das ganz neue Haus in Hamburg zeigt. Auch im Hamburger Prizeotel würde ich jederzeit wieder gerne wohnen.

Vielen Dank an die Prizeotel Gruppe, die mich zur Übernachtung im Prizeotel Hamburg-City eingeladen hat. Meine hier geäußerte Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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1 Kommentar

  1. Schöner Artikel zu einem empfehlenswerten Hotel.

    Empfehlenswert ist auch, sich mit den organisatorischen Dingen so wenig wie möglich vor Ort zu belasten, ansonsten fehlt einem die Zeit zum Erkunden der Stadt.

    Fatal ist es, wenn man erst vor Ort anfängt sich über das Sightseeing-Programm Gedanken zu machen: Die Schlangen vor dem Dungeon oder Miniatur Wunderland können endlos lang sein, Spontanbesuche machen so nur bedingt Spaß.

    Daher der Tipp, die wichtigsten Highlights vorab im Internet zu recherchieren. Auf http://www.hansetix.de/hamburg kann man z.B. direkt buchen und bekommt die Tickets im Anschluss per E-Mail zugeschickt. Kein Schlangestehen, dazu einen Stadtführer und die HanseCARD bei Buchung kostenlos dazu. Mein persönlicher Tipp nach vielen zurückliegenden Hamburg-Besuchen.

    LG, Jonathan

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