Nach Israel, bist Du verrückt?

Strand in Tel Aviv, Israel

So oder ähnlich lauteten die Reaktionen, als ich Freunden sagte, dass ich im September eine Rundreise durch Israel machen würde. Pulverfass Naher Osten, Extremisten, Selbstmordattentäter, Raketenangriffe, Schlagworte, die immer wieder die Headlines der Medien füllen.

Doch ist die Sicherheitslage in Israel wirklich so bedrohlich, wie sie oft dargestellt wird? Um mir selbst ein Bild davon zu machen, bin ich also am 3. September zunächst nach Tel Aviv geflogen und habe von dort aus eine Rundreise über Eilat und das Tote Meer nach Jerusalem angetreten.

Schon lange stand Israel auf meiner Bucket List. Tolles Wetter, Geschichte hautnah erleben, mediterranes Flair und orientalischer Zauber, kann man denn all das genießen, ohne ständig Angst vor Anschlägen haben zu müssen?

Und ob man das genießen kann! So jedenfalls mein persönliches Fazit. Tel Aviv, eine junge, flippige Stadt, in der das Leben pulsiert. Eilat am Roten Meer und Ein Bokek am Toten Meer, Orte, in denen Baden und Urlaub ganz vorne stehen.

Bleibt noch Jerusalem als vermeintlich heißestes Pflaster. Aber hey, in der Stadt, in der Angehörige verschiedener Völker und Religionen hautnah mit dem entsprechenden Konfliktpotential zusammenleben, hatte ich zu keiner Zeit ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend.

Klagemauer mit Felsendom und Es-Silsilah-Minarett im Hintergrund, Jerusalem, Israel

Klagemauer mit Felsendom und Es-Silsilah-Minarett im Hintergrund, Jerusalem

Lag es daran, dass die israelischen Sicherheitsbehörden als kompetent gelten? Oder lag es daran, dass man im Straßenbild eher weniger Polizisten als bei uns sah? Ich habe jedenfalls die historischen Highlights der Stadt ebenso genossen wie das geschäftige Treiben im arabischen Basar oder das Flanieren durch die feineren Geschäftsstraßen im jüdischen Viertel.

Das Einzige, was sich von anderen Flugreisen unterschied, waren die Sicherheitschecks am Flughafen. In Hamburg gab es noch einen zweiten, etwas sorgfältigeren Check der Passagiere und des Handgepäcks und beim Rückflug von Tel Aviv gab es zusätzliche Befragungen. Was war der Zweck Ihres Aufenthaltes, haben Sie Dinge im Gepäck, die man Ihnen geschenkt hat, haben Sie Ihr Gepäck selbst gepackt etc. Das habe ich aber auch schon auf anderen internationalen Flügen, z.B. in die USA, erlebt. Und letzlich dienen solche Checks ja auch unserer eigenen Sicherheit als Passagier.

Ich habe für Euch mal ein kleines Video zusammengeschnitten, das einen ersten Eindruck von der Reise vermitteln soll. Vielleicht macht es Lust, dieses schöne Land auch einmal kennenzulernen. Für mich wird es mit Sicherheit nicht die letzte Reise nach Israel gewesen sein!

Demnächst wird es hier einen großen Bericht über die Reise durch Israel geben.

Offenlegung

Vielen Dank für die Einladung zu dieser Reise durch israel-best.com und die hervorragende Betreuung während der Reise. Meine hier niedergeschriebene Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst.

Verwandte Artikel:

  • Keine passenden Posts gefunden

4 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang,
    toll deinen positiven Bericht zu lesen.
    Ich fliege im Oktober für 11 Tage nach Israel auch von Hamburg und mir wurde massiv davon abgeraten.
    Mich interessiert, ob du alleine oder in einer Gruppe gereist bist. Hast du das Fernbusnetz genutzt? Und wie funktioniert das mit den Sammeltaxis? Hast du da Erfahrung?
    Wäre toll wenn du mir ein paar Tips geben könntest.
    Einen schönen Gruß
    Birgit

  2. Hallo Wofgang,
    ich fliege im Oktober für 11 Tage auch von Hamburg nach Israel und mir wurde massiv davon abgeraten. Daher ist es toll deinen positiven Bericht zu lesen.
    Hast du ein paar Tipps für mich. Mich interessiert besonders wie das mit dem Fernbusnetz und den Sammeltaxis funktioniert. Warst du alleine unterwegs oder bist du mit einer Gruppe gereist.
    Würde mich sehr freuen von dir mehr zu erfahren.

    Einen schönen Gruß
    Birgit

    • Hallo Birgit,

      ich würde mir die Reise nicht vermiesen lassen. Israel hat so viel zu bieten und man sollte sich das nicht von übervorsichtigen Miesepetern zerreden lassen. Solange unser Außenministerium nicht aus Sicherheitsgründen von Israelreisen abrät, würde ich jederzeit wieder nach Israel reisen.

      Zu Deinen weiteren Fragen: Ich war mit einer Gruppe unterwegs und wir sind mit gemieteten Bussen und mit dem normalen Taxi gereist. Von daher kann ich Dir aus eigener Erfahrung nichts zu Fernbussen bzw. Sammeltaxis sagen. Ich habe aber mal an meinen Kontakt in Israel geschrieben und melde mich wieder, wenn ich eine Antwort erhalten habe.

      Beste Grüße, Wolfgang

    • Hallo zusammen,

      Israel ist wirklich ein tolles Land und ich kann Wolfgangs Meinung nur bestätigen.

      Ich war 2013 nur mit den Öffentlichen und per Anhalter in Israel unterwegs. Das Fernbusnetz dort ist super ausgebaut und man kommt fast überall hin.

      Bei den Sammeltaxis wird es schwierig. Gerade im Süden stehen die Ziele, die angesteuer werden, nur auf hebräisch auf den Taxis. Da muss man schon mal den ein oder andere Einheimischen um Hilfe bitten 🙂

      Viele Grüße
      Christian

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.