Das Freund, ein nicht alltägliches Hotel

Hotel Freund

Freund 4-Sterne Superior Sport- & Wellnesshotel

Vöhl-Oberorke stand an einem sonnigen Tag im Juni als Ziel auf meinem Fahrrad-Navi. Auf meiner Fahrradtour durchs Sauerland sollte das Freund 4-Sterne Superior Sport- & Wellnesshotel am Nationalpark Kellerwald-Edersee mein Hotel für die nächsten beiden Tage sein.

An einen Bergrücken geschmiegt, über den Häusern des Örtchens Vöhl-Oberorke thronend, sieht man es schon von weitem, das Hotel Freund. Nach einem kurzen knackigen Anstieg stand ich schließlich mit meinem schwer bepackten Rad vor dem Haupteingang. Nach einer freundlichen Begrüßung war der Check in schnell abgewickelt und ich konnte mein Zimmer in Augenschein nehmen.

Blick auf Oberorke und das Hotel Freund

Blick auf Oberorke und das Hotel Freund

Das Zimmer

Aber hallo! Hinter der Zimmertür tat sich ein riesiges Galeriezimmer mit zwei Rundum-Balkonen und 180 Grad-Blick in die grüne Umgebung und auf den Außenpool-Bereich auf.

Pools & mehr

Nachdem mein Fahrrad einen sicheren Platz in der Garage gefunden hatte, schnappte ich mir meine Badehose und die auf dem Bett bereitliegende Tasche mit Bademantel und folgte den Wegweisern zum Innenpool.

Wow, echt beeindruckend. Ein großzügiger Pool, in dem man wirklich schwimmen kann, Ruheliegen und eine Panoramaverglasung, die den Ausblick und Zutritt in den davor liegenden Hotelgarten eröffnet. Alles meins, zumindest für die nächsten zwei Stunden.

Gastro-Paradies

Die 50 km morgens mit dem Rad und das ausgiebige Schwimmen hatten dafür gesorgt, dass ich nun einen Bärenhunger hatte. Da traf es sich doch gut, dass das Hotel Freund just an diesem Abend im „Grimmgarten“ ein Grill-Barbecue veranstaltete.

Das nächste Highlight dieses Tages! Von Champagner bis Weißbier, von der Grillwurst bis zum spanischen Mandelkuchen, das Buffet bog sich unter der Last der aufgetischten Delikatessen. Und ich hatte nach einem genussreichen Abend das Gefühl, dass am nächsten Tag viel Bewegung angesagt sei.

Also ging es am nächsten Morgen noch vor dem Frühstück wieder Richtung Pool und nach einem halben Stündchen schwimmen war der Appetit schon wieder geweckt.

Im Restaurant bot sich mir ein Frühstücksbuffet dar, wie ich es bisher noch nicht gesehen und genossen hatte. Eine derartige Vielfalt und Qualität, das ist einfach Top! Da muss man sich wirklich am Riemen reißen, damit das Frühstück nicht zum Brunch ausufert.

Wellness

Doch ich hatte ja schon einen Vormittags-Termin für ein Gespräch bei SPA-Manager Harald Bauer vereinbart. Nach einem kleinen Überblick über das große Wellness-Angebot des Hotel Freund hatte ich mich schnell für etwas entschieden, was mir jede Menge Wellness verhieß.

 

Zunächst einmal ging es für mich auf die Massageliege von Gordana Walter-Rudolph. Nach 5 Tagen, 300 km und knapp 3.000 Höhenmetern könnten meine Beine schon eine anständige Massage vertragen, dachte ich mir. Dass eine Lymphdrainage aber so wohltuend sein würde, hätte ich im Traum nicht gedacht. Die 25 Minuten hätte ich gerne verdoppelt. Nach der Massage bin ich geradezu durch die Gänge in mein Zimmer geschwebt. Boah …

Wellnessabteilung im Hotel Freund

Gordana Walter-Rudolph

 

Skandahabhayanga

Auch der nächste Tag hielt Gutes bereit: Skandahabhayanga.

Schon die Aussprache stellt die Meisten vor Probleme und die Bedeutung dieses Wortes liegt für den Wellness-Unerfahrenen, also auch für mich, meist im Dunkeln.

Um 12:25 Uhr war ich auf einem neuen Wissensstand. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich 25 Minuten einer äußerst entspannenden, ayurvedischen Schulter-Nacken-Massage, eben einer Skandahabhayanga, genossen.

Gabi Gärtner, meine Masseurin, hatte mich an der Well-Rezeption des Hotel Freund abgeholt und in einen Raum geführt, dessen Ambiente schon Entspannung verhieß. Eine Buddhastatue vor einem raumbeherrschenden Fenster, unaufdringliche buddhistische Musik, passendes Interieur, der Duft von Massageöl und in der Raummitte die Massageliege.

Man kann diese Erfahrung schlecht beschreiben, das muss man schon selbst erlebt haben. Mit sicherer Hand machte Frau Gärtner Muskelverhärtungen und -verspannungen ausfindig und löste diese auf. Genial!

Sie nahm sich noch die Zeit, einen ganz kurzen Einblick in die Technik der Gesichtsmassage zu geben. Was soll ich sagen: DAS will ich bald auch mal haben!

Koreanische Heilmassage

Nach der ayurvedischen Schulter- und Nackenmassage um 12:00 Uhr bei Frau Gärtner kam um 16:00 Uhr die koreanische Heilmassage bei Herrn Dr. Chang dran. Um mal ein kurzes Fazit vorwegzunehmen: Wenn jeder Arztbesuch so verliefe, könnte man sich glatt darauf freuen.

Einer kurzen Untersuchung folgte ein Gespräch in entspannter Atmosphäre und sehr schnell entstand ein vertrauensvolles Arzt-Patient-Verhältnis. Die sich anschließende koreanische Heilmassage und einige gesundheitliche Tipps, die mir Herr Dr. Chang mit auf den Weg gab, sorgten dafür, dass diese Stunde bei mir noch in sehr guter Erinnerung ist.

Design-Hotel

Auf meinen Wegen durchs Hotel bin ich immer wieder auf Ecken aufmerksam geworden, die durch ein besonderes, stilvolles Design glänzten. Hier mal eine Skulptur in den Sanitärräumen, dort mal ein Stuhl oder ein Lichtobjekt und da mal eine zum Verweilen einladende Kaffee-Lounge (die Rezeption nicht zu vergessen). Auf meine Frage, welcher Designer denn dafür verantwortlich zeichnet, sagte man mir, dass hier die Hand der Eigentümerin Frau Freund erkennbar sei. So sieht das wohl aus, wenn Herzblut drin steckt.

Zwischendurch habe ich mit dem Rad die Umgebung erkundet, was dank des geringen Verkehrs und guter Radwege stressfrei möglich ist. In der Nähe des Hotels stößt man dabei auf ein reiches Tierleben. Neben dem Pferdehof am Hotel mit Pferden, Ponys und Eseln gibt es in der etwas weiteren Umgebung ein Wildgehege und sogar Lamas und Ziegen werden hier gehalten.

Auch der Service: Top

Am dritten Tag bin ich nach dem morgendlichen Schwimmen und einem reichlichen Frühstück bei richtig schönem Wetter gleich aufs Rad, um mir Frankenberg anzuschauen. Nach 5 km, mitten auf einem Schotterweg, merkte ich, wie das Rad hinten unruhig wurde. Ein Blick nach hinten … Mist … ein Platten. Kein Ersatzschlauch, kein Flickzeug, keine Luftpumpe.

Reifenpanne

Reifenpanne

 

E-Mail ans Hotel, ob sie helfen können. Nach einem Telefonat mit der Rezeption habe ich das Rad dann 1,7 km bis zur nächsten festen Straße in Viermünden geschoben, wo mich der Haustechniker Herr Müller mit seinem Auto abgeholt hat.

In der Hotelwerkstatt haben wir versucht, den Reifen zu flicken. Nach dem dritten Loch tauchten aber noch weitere Löcher auf und wir haben es aufgegeben. Herr Müller vom Hotel hat schließlich einen passenden neuen Schlauch in seiner Fahrradwerkstatt gefunden und mein Rad fit für die Weiterfahrt gemacht.

So geht Service!

Einen Tipp noch zum Schluss

An der Rezeption kann man sich ein von Karl Freund, dem Gründer und Erbauer des Hotels, geschriebenes Buch ausleihen. Die auf 100 Seiten niedergeschriebene Lebensgeschichte des Gründers habe ich mal eben beim bzw. nach dem Abendessen verschlungen. Die Story kann es mit jeder US-amerikanischen Familiensaga aufnehmen.

Buch von Karl Freund, Meine Lebenserinnerungen

Buch von Karl Freund

Möchte ich wieder hin!

Nach diesen drei Tagen im Hotel Freund kann ich nur Höchstnoten in allen Bereichen vergeben. Nicht umsonst habe ich meinen Aufenthalt noch um einen Tag verlängert.

Infobox

FREUND DAS HOTEL & SPA-RESORT
Sauerlandstraße 6, D-34516 Oberorke
Tel.: +49 6454 709-0

Nationalpark Kellerwald-Edersee
Laustraße 8, 34537 Bad Wildungen
Tel.: +49 5621 75249-0

Offenlegung

Zu dem Aufenthalt wurde ich von Spaness – Wellness & Event und FREUND DAS HOTEL & SPA-RESORT eingeladen. Vielen Dank dafür. Meine hier niedergeschriebene Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst.

 

 

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1 Kommentar

  1. Sehr schöner Bericht und eindrucksvolle Bilder. Vor allem beim Essen ist mir fast das Wasser im Mund zusammengelaufen 😀

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