Zypern: Sonne, Meer und mediterranes Flair

Sonnenuntergang bei Pafos

Zypern, Cyprus, Κύπρος

Ein grauer Novembertag, Achim b. Bremen, es regnet schon die ganze Nacht. Aber um 07:30 Uhr fahre ich mit dem Taxi zum Bahnhof und abends bin ich auf Zypern und genieße die Sonne. Ein Lichtblick an solch trüben Tagen.

Gesagt, getan. Mit Germania geht es von Düsseldorf nach Pafos, dem internationalen Flughafen im Süden der Insel. Etwas mehr als 3 Stunden und Zypern empfängt uns mit sommerlichem Wetter und Temperaturen von über 20 Grad.

Flughafen Düsseldorf

Vom Regen in die Sonne

 

Der Transfer ins 70 km entfernte Limassol – oder Lemesos, wie es in der Landessprache heißt – ist in einer knappen Stunde erledigt.  Limassol ist eine Hafenstadt und ein touristisches Zentrum im Süden der Insel mit ca. 235.000 Einwohnern. Hier befinden wir uns im griechischen Teil der politisch zweigeteilten Insel. Der kleinere, türkische Teil der Insel liegt im Norden.

Geographisch zählt man Zypern zwar zu Asien, politisch und kulturell wird es jedoch als Teil Europas angesehen. So ist das Land auch Mitglied der EU und offizielles Zahlungsmittel ist der Euro. Einflüsse der früheren Kolonialmacht Großbritannien sind auch heute noch erkennbar. Im Süden gibt es einen Landstreifen mit den britischen Militärbasen Akrotiri und Dekelia, der als britisches Hoheitsgebiet gilt, und es herrscht Linksverkehr auf der Insel.

Hotel Mediterranean in Limassol

In Limassol findet sich auch unser direkt am Strand gelegenes Hotel, das 4-Sterne-Hotel Mediterranean.  Sehr freundliche Begrüßung, schneller Check in und ein schönes Zimmer mit Ausblick aufs Meer.

Die Stimmung steigt weiter, als wir vor dem reich gedeckten Abend-Buffet stehen. Alleine drei verschiedene Sorten Fisch, Vorspeisen, Beilagen, Fleisch, Desserts in Hülle und Fülle und dazu ein feiner Rotwein von der Insel.

Den Abend beschließen wir mit einem Cocktail in einer der drei Hotelbars draußen auf der Terrasse bei angenehmen Temperaturen. Hach.

Unsere kleine Reisegruppe trifft sich am nächsten Morgen ebenfalls draußen zum Frühstück in der Sonne. Janett war schon im Meer schwimmen, wie sie erzählt, Tim kommt gerade vom Joggen zurück und ich habe mich ein wenig in der Umgebung umgesehen, nachdem ich den Sonnenaufgang vom Balkon fotografiert hatte.

Sonnenaufgang am Hotel Mediterranean

Sonnenaufgang am Hotel Mediterranean

 

Die Weindörfer Vasa, Arsos und Omodos

Nach einem reichlichen Frühstück steigen wir tatendurstig und gespannt auf die Insel in unseren Bus. Ein Besuch der Weindörfer Vasa, Arsos und Omodos im bergigen Landesinnern steht auf dem Programm.

Zu uns ist mittlerweile Zeno gestoßen, unser Guide für die nächsten Tage, der sich als Philosoph vorstellt und sehr gut deutsch spricht. Seine Qualitäten als Philosoph kann ich nicht beurteilen, aber als Guide war er klasse.

Unser Guide Zeno

Unser Guide Zeno

 

Als Erstes machen wir am Weinmuseum in Vasa eine Kaffeepause und lassen uns in der Sonne einen Mokka sowie typische Spezialitäten aus der Region schmecken.

Nach einem Rundgang durch’s Museum warten Mountainbikes vom Fahrradverleih Bikin’ Cyprus Adventures auf uns, übrigens alle in einem Top-Zustand. Das Unternehmen bietet auch geführte Radtouren an und die beiden Guides geben uns gleich einen kleinen Vorgeschmack. So finden wir auch zu einer kleinen, versteckten Kapelle mit uralten Kunstwerken, die man sonst leicht übersehen hätte.

Nach der kleinen Radtour schließt sich ein Programmpunkt für Genießer an, eine Weinverkostung auf dem Weingut Vasa der Familie Argyrides. Ja, da war schon das ein oder andere Tröpfchen dabei, das ich mir gerne in den Keller legen würde.

Bei unseren Spaziergängen durch Vasa und auch durch das nächste Bergdorf Arsos stoßen wir auf wunderschöne Klöster, Kirchen, Kapellen und ursprüngliche Dörfer, in denen der Tourismus keine Hauptrolle spielt. Hier ist sie gleich zu spüren, die so oft beschworene Authentizität.

Taki’s Barber’s Shop, die Dorfbäckerei, Arsos Wine Tavern, alles um die Mittagszeit geschlossen und die bunten Stühle vor dem Kafenion, dem traditionellen griechischen Kaffeehaus, verwaist. Aber wenn man die Augen schließt, kann man sich gut vorstellen, wie die Männer dort mit ihrem Kaffee oder Wein sitzen und über Gott und die Welt palavern.

Ländliche Ferienwohnungen

Arsorama Village Homes, ländliche Ferienwohnungen, so der Name, den die Inhaberin einem Ensemble von historischen, liebevoll restaurierten Gebäuden im Dorf Arsos gegeben hat. Die Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wurden hochwertig restauriert und bieten heute luxuriöse und moderne Ferienwohnungen, die hohen Ansprüchen genügen. Ein idyllischer Innenhof und ein gemütlicher Gemeinschaftsraum bieten die Möglichkeit, mit anderen Gästen und den Gastgebern eine gute Zeit zu haben.

Hier mal im Herbst oder Frühjahr eine Woche urlauben, in Limassol ein Motorrad mieten und dann die Insel erkunden, das habe ich mir fest vorgenommen.

Zudem erwies sich unsere Gastgeberin Zooulla als grandiose Köchin, die mit ihrem Team tolle traditionelle Gerichte auf den Tisch brachte. Als kleine Showeinlage durften wir uns an der Zubereitung von Kattimeri versuchen, einer zypriotischen Süßspeise.

Kloster des Heiligen Kreuzes

Nun ging es zum kleinen Weindorf Omodos mit nur ein paar hundert Einwohnern und wir konnten einen dringend nötigen Verdauuungsspaziergang einlegen. Highlight war hier ein Besuch des Klosters des Heiligen Kreuzes, im 19. Jahrhundert neu erbaut, aber mit bis ins 4. Jahrhundert zurückgehenden Wurzeln. Sehr beeindruckend!

Unseren ereignisreichen Tag beendeten wir mit einem chilligen Abend in der Taverna “Ta Piatakia” in Limassol. Unterhaltsamer Wirt, klasse Location, ein wohlschmeckender Ritt duch die zypriotische Küche und last but not least gute Weine von der Insel.

Limassol und Limassol Marina

Neuer Tag, neuer Spaß. Die Morgensonne strahlt, das Frühstück auf der Terrasse schmeckt und ein volles Programm wartet auf uns. Wir beginnen mit einem entspannten Spaziergang durch Limassols Altstadt und genießen das mediterrane Flair der Stadt.

Irgendwann Szenewechsel, wir tauchen ein in eine andere Welt. Limassol Marina empfängt uns mit Luxus und Mondänität. Die Welt der Schönen und Reichen blitzt und glitzert im hellen Sonnenlicht.

Hier wurde in den letzten paar Jahren mit hunderten Millionen Euro ein Luxus-Stadtteil aus dem Boden gestampft, dessen Mittelpunkt der neue Yachthafen ist. Die Kais des Yachthafens sind mit millionenteuren Booten gesäumt, vom Speedboat bis zur mehrstöckigen Luxusyacht (bis zu 110 m lange Yachten können hier anlegen).

Wer etwas Geld übrig hat, kann sich eine der in der Marina errichteten Eigentumswohnungen oder Villen zulegen. Schon für eine knappe halbe Million ist der Einstieg möglich und wer eine Villa für fünf, sechs Millionen sucht, wird ebenfalls fündig.

Natürlich gibt es auch entsprechende Restaurants und alle namhaften Brands sind mit Läden vertreten.

Archäologische Stätte Kourion

Aus der Neuzeit zurück ins Altertum nach Kourion. Kourion ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Insel und begeistert den Besucher mit seinen Ausgrabungen. Besonders die farbenprächtigen Bodenmosaike und das griechisch-römische Theater lohnen den Besuch.

Petra tou Romiou, Felsen der Aphrodite

Natürlich darf ein Stop am legendären Felsen der Aphrodite nicht fehlen, trägt Zypern doch den Untertitel „Insel der Aphrodite“. Hier an der Küstenstraße nach Pafos markieren riesige Kalksteinfelsen die Stelle, an der Aphrodite der Sage nach dem Meer entstiegen ist.

Elea Estate, Golf & mehr

Nur eine kurze Fahrt und wir erreichen Elea Estate, dessen Herz der von dem berühmten Golfprofi Sir Nick Faldo entworfene Golfplatz ist. Und schon bewegen wir uns wieder in einem Areal mit hoher Millionärsdichte. Auch hier bietet sich Gelegenheit, überzählige Millionen in eine nette Residenz am Golfplatz zu investieren.

Dafür sind wir aber heute nicht hier. Wir wollen nur mal ein bisschen in den Golfsport hineinschnuppern und dabei wird uns Neil Sweeney zur Seite stehen, ein international tätiger Golfpro. Nach unseren ersten mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen mit dem Putter, auf kurze Distanzen einzulochen, wandern wir mit Neil Sweeney zur Driving Range.

Nach einer theoretischen Unterweisung zu Sicherheit und Schlagtechnik dürfen wir zu den größeren Eisen greifen. Nun gilt es, die kleine Kugel mit einem gekonnten Schlag über eine große Distanz zu schlagen, dabei aber die gewünschte Richtung einzuhalten. Hört sich leichter an, als es ist. Aber nach ein paar Dutzend Abschlägen kann ich sagen „Klappt nicht immer, aber immer öfter.“

Nachdem ich mich auf der Driving Range ausgepowert hatte, bezweifelte ich nicht mehr, dass Golf mit Sport zu tun hat.

Nach einem Essen im Clubhaus steigen wir gutgelaunt in unseren Bus und steuern unser nächstes Ziel an, „Pafos archäologischer Park“.

Archäologischer Park in Pafos

In dem sich über 2.000 qm erstreckenden Haus des Dionysos aus dem 2. Jahrhundert, das 1962 entdeckt wurde, können u.a. über 500 qm einzigartige Mosaike bestaunt werden, die zum „Weltkulturerbe der Menschheit“ gehören.

Mittlerweile senkt sich die Sonne dem Horizont entgegen und so haben wir Gelegenheit, in dieser historischen Umgebung einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer mitzuerleben. Ein krönender Abschluss unseres heutigen Programms.

Im 5-Sterne-Haus Coral Beach Hotel in Pafos verbringen wir unsere letzte Nacht und am nächsten Tag müssen wir die Sonneninsel leider wieder verlassen.

Ich bin mir sicher, wir werden uns wiedersehen, Zypern!

Infobox

Stadt Limassol, Zypern
Hotel Mediterranean, Limassol, Zypern
Fahrradverleih Bikin’ Cyprus Adventures
Weingut Vasa
Arsorama Village Homes
Taverna “Ta Piatakia” in Limassol 
Limassol Marina
Elea Estate, Golf
Stadt Pafos, Zypern
Coral Beach Hotel, Pafos
Fremdenverkehrszentrale Zypern

Offenlegung

Zu dieser Recherche-Reise wurde ich von der Fremdenverkehrszentrale Zypern eingeladen. Vielen Dank dafür. Meine hier niedergeschriebene Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Berichte anderer Reiseteilnehmer:

Nicole von Unterwegs und Daheim
Janett von Teilzeitreisender

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7 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang,

    dein Bericht macht Lust, sofort wieder loszufahren. Zypern hat mir gut gefallen. Wir waren auch im November auf der Insel. Es war noch sonnig und warm. Wir waren im türkischen Teil der Insel.

    Lieben Gruß
    Renate

    • Hallo Renate,

      ja, bei manchen Reisezielen weiß man gleich: das passt.

      Der türkische Teil würde mich auch interessieren. Hast du darüber etwas veröffentlicht?

      Beste Grüße, Wolfgang

  2. Hallo! Ein sehr gelungener Reisebericht mit tollen Fotos =) Da ich dieses Jahr einen Dolomiten Urlaub gemacht habe, wollte ich meinen Urlaub nächstes Jahr gerne woanders verbringen. Zypern klingt wirklich sehr schön und ist auf jeden Fall eine Überlegung wert! Vielen Dank für deinen Bericht und schöne Grüße

    • Hallo Lorena,

      freut mich, dass dir der Artikel gefällt und dich inspiriert. Schönen Urlaub, wo auch immer.

      Beste Grüße, Wolfgang

  3. Hallo Wolfgang,

    sehe ich es richtig, dass sich deine Reiseberichte auch zukünftig auf Flug- und Fahrradreisen beschränken werden? Zum Thema Motorrad- und Autoreisen wird wohl sicher nichts mehr kommen, oder?

    LG
    Ute

    • Hallo Ute,

      nein, das siehst du nicht richtig. 2016 sind ein paar sehr interessante Auto- und Motorradreisen in der Planungspipeline. Mehr wird noch nicht verraten 😉 .

      Beste Grüße, Wolfgang

  4. Zypern ist sehr naturverbunden. Der Ort ist offensichtlich schön. Vielen Dank für Ihre Eindrücke!`

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